Infinus-Skandal – Langjährige Haftstrafen im Infinus-Prozess!

Paukenschlag im Infinus-Prozess 2018: Mehrjährige Haftstrafen für die Infinus-Angeklagten!

 

Nun also doch! Nach über 170 Prozesstagen hat das Wirtschaftsstrafverfahren beim Landgericht Dresden ein vorläufiges Ende gefunden! Die sechs Angeklagten wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und das Vermögen der Anklagten wurde eingezogen. Ein Schnellballsystem sollen die Angeklagten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft betrieben haben und dabei etwa 22.000 Anleger um rund 312 Millionen Euro betrogen haben. Das müssen Sie jetzt wissen!

Infinus-Prozess: Mehrjährige Haftstrafen für die Anklagten!

Mit einer Razzia im Dresdner Nobelstadtteil Blasewitz am 05.11.2013 begann der Infinus-Skandal Fahrt aufzunehmen. Am 14.11.2015 wurde der Strafprozess eröffnet und jetzt also ein vorläufiger Schlusspunkt mit den langjährigen Haftstrafen für die Angeklagten. Schauen wir, welche Strafen im Einzelnen verhängt wurden:

 

·         Jörg B. - 8 Jahre

·         Rudolf O. – 6 Jahre und 10 Monate

·         Kewa K. – 6 Jahre

·         Siegfried B. – 5 Jahre und 10 Monate

·         Jens P. – 5 Jahre und 4 Monate

·         Andreas K. – 4 Jahre und 6 Monate

 

Infinus-Prozess: Gewerbsmäßiger Bandenbetrug und Kapitalanlagebetrug!

Die Ex-Bosse wurden von der zuständigen Wirtschaftsstrafkammer wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges und Kapitalanlagebetrug verurteilt. Ein Angeklagter wurde wegen Beihilfe verurteilt. Damit ist das Gericht weitgehend den Strafanträgen der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung wollte Freisprüche erzielen und ist damit gescheitert. Dies haben auch die vielen Zuschauer, darunter auch geschädigte Infinus-Anleger, zur Kenntnis genommen.

Infinus-Prozess: Ein kurzer Rückblick!

Schon die Dimensionen dieses Wirtschaftsstrafverfahren sind eindrucksvoll. Allein die Anklageschrift umfasste 757 Seiten und während der Beweisaufnahme mussten erhebliche Aktenmengen bewältigt werden. Über 170 Prozesstage mussten absolviert werden, bei denen über 260 Zeugen vernommen werden mussten. Aus den Reihen der Verteidigung kam gar der Antrag, alle 22.000 Anleger zu vernehmen. Allein dies spricht für sich! Auch die Schadenssumme ist erheblich! Rund 312 Millionen Euro sollen gemäß der Anklage die Anleger des Infinus-Skandals verloren haben. Hier wurde mit sogenannten Orderschuldverschreibungen gehandelt, bei denen die überzogenen Renditeversprechen nur noch durch ein Schnellballsystem befriedigt werden konnten.

Infinus-Prozess: Vermögen eingezogen!

Das erzielte Vermögen der Angeklagten wurde eingezogen. Schon bei der Großrazzia im Jahre 2013 wurden Immobilien, Luxuskarossen und teure Gemälde beschlagnahmt und Konten eingefroren. Die Beschuldigten wurden in Untersuchungshaft genommen und die Ermittlungen mussten immer mehr ausgeweitet werden. Gut 20 Firmen waren in diesen Wirtschaftskrimi verstrickt. Ob sie nun Infinus AG, Future Business KG aA, Prosavus AG oder Eco Consort AG hießen. An vielen Stellen wurden die Anleger getäuscht und um ihr Geld gebracht. Ob die Anleger ihren Schaden mindern können, wird sich zeigen.

Infinus-Prozess: Insolvenzverfahren gehen weiter!

Im Zusammenhang mit dem Infinus-Skandal wurden bei diversen Firmen aus dem Infinus-Komplex Insolvenzverfahren eröffnet und die Anleger zum Teil sogar vom Insolvenzverwalter in Anspruch genommen, um ausgezahlte Zinsen wieder zurückzuzahlen. Hier kommt es immer auf den Einzelfall an, wie man sich als Anleger gegen Forderungen verteidigen kann bzw. wie welche Möglichkeiten es gibt, investiertes Geld zurückzuerhalten. Es wird sich zeigen, ob noch weitere Angeklagte den Weg in die Privatinsolvenz suchen werden, um sich Forderungen der Gläubiger zu entledigen.

Infinus-Prozess: Revisionsverfahren im Strafprozess? - Ende noch offen!

Den Angeklagten steht es frei, Rechtsmittel einzulegen und die Urteile in einem Revisionsverfahren überprüfen zu lassen. Auch hier ist noch nicht absehbar, wie lange sich ein solches Revisionsverfahren hinziehen kann. Es bleibt abzuwarten, wie das Wirtschaftsstrafverfahren ausgeht, wann die Urteile gegen die Infinus-Angeklagten rechtskräftig werden. Davon hängt auch ab, ob und wie lange die Verurteilten dann ihre Strafe verbüßen müssen.

Infinus-Prozess: Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung als Chance?

Am 01.07.2017 wurde das Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung erlassen. Kann dies eine Chance für Infinus-Anleger sein? In der Vergangenheit fand ein Wettrennen statt, um in arretierte Vermögenswerte zu pfänden. Nunmehr sollen die Vermögenswerte, die zum Zwecke der Verwertung und Erlösverteilung an Geschädigte bei den obengenannten Angeklagten sichergestellt wurden, nach einem neuen Verfahren verteilt werden. Ziel des Verteilungsverfahrens ist es, den durch die Straftaten betroffenen Geschädigten im Rahmen des Verteilungsverfahrens einen finanziellen Ersatz zu ermöglichen. Auch hier gibt es noch viele Fragen zu klären und es ist auch zu bedenken, dass die Schadenssumme erheblich ist. Ob und wie die Infinus-Anleger einen Ausgleich erhalten, wird sich zeigen. Sie wollen mehr wissen? Wir informieren Sie gern über die Details!

 

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!