Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG

Venture Capital-Anlagen mit hohem Risiko! – Kündigung möglich?

Die V + Fonds (Venture Plus Fonds), so auch die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG sind im Venture Capital Markt bzw. Privat Equity Markt tätig. Beteiligungskapital wird als besonders riskant geltenden Unternehmen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich mithin um Wagniskapital.

Wie sieht die Realität tatsächlich aus und welche Erfahrungen haben Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG Anleger gemacht?

Über die Jahre wurden u.a. folgende Fonds aufgelegt:

 

·         V + GmbH & Co. Fonds 1 KG

·         V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG

·         V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG

·         Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG

 

Schon die V+ Vorgängerfonds waren für die V+ Anleger aus unserer Sicht ein wirtschaftliches Desaster. Und wie sieht es bei der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG aus?

Die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG wurde 2012 gegründet und hat mittlerweile ihren Geschäftssitz von Dresden nach Leverkusen verlegt.

Die V + Fonds, so auch die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG sind im Venture Capital Markt bzw. Privat Equity Markt tätig. Beteiligungskapital wird als besonders riskant geltenden Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Anleger konnten sich mit geringen Einmalzahlungen oder auch Ratensparplänen an Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG beteiligen. Der Anleger unterliegt dabei einem Blind-Pool-Risiko, da er vorab nicht weiß, in welche Unternehmen investiert wird und ist auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielunternehmen abhängig, welches auch ein Totalverlustrisiko einschließt. Welche Erfahrungen er dabei macht, bleibt offen. Wie fällt sein Urteil am Ende der Laufzeit wohl aus?

Negative Erfahrungen könnten Anleger machen, denen durch Anlageberater empfohlen wurde, ihre Kapitallebensversicherungen oder Bausparträge zu kündigen und in die Fondsgesellschaften zu investieren. Mithin wurden Anlagen zur Altersvorsorge in hochriskante Beteiligungen umgeschichtet. Dies wurde uns oft von Anlegern bei den anderen V+ Fonds berichtet.

Ebenso fragwürdig sind die hohen Fondsnebenkosten, die kassiert werden. Sieht man sich den Verkaufsprospekt an, betragen die ausgewiesenen Provisionen 15,43 %. Dabei handelt es sich insbesondere um Vermittlungsprovisionen oder vergleichbare Vergütungen. Über 15 Millionen Euro sollten so kassiert werden. Diese „Weichkosten“ müssen quasi erst einmal wieder verdient werden, ehe die Gesellschaften in die Gewinnzone kommen würden.

Ebenso diskussionswürdig ist eine Beratungsgebühr für die Dienste der Venture Plus AG. Auch hier sollten fast 7 Millionen Euro kassiert werden, d.h. 6,9 % der Anlegergelder. Zu welchen Ergebnissen diese Beratung geführt hat, schauen wir uns vielleicht noch später genauer an.

Aber damit nicht genug! Auch die prognostizierten Geschäftskosten sind kritisch zu beurteilen. Auch hier wird wieder ein erheblicher Kostenblock in sechsstelliger Höhe, der den Anlegern in Rechnung gestellt wird. Auch dies sind wieder Rechnungsposten, die erst einmal erwirtschaftet werden müssen.

Bevor ein einziger Euro auch nur investiert ist, sehen sich die Anleger so mit diversen „Weichkosten“ konfrontiert. Immer wieder ein Ärgernis und auch ein Problemkreis, dem sich schon der Bundesgerichtshof (BGH) in seinen Urteilen gewidmet hat.

Auch der Bundesgerichtshof beurteilt den wirtschaftlichen Erfolg bei Beteiligungen mit einem Vertriebskostenanteil von mehr als 15% so kritisch, das der Anlageberater des Vertriebs die Anleger ohne Aufforderung darüber informieren müssen. Wenn die Anlageberater dies versäumen, sind sie in der Haftung. Auch wenn so eine Kapitalanlage fälschlicherweise als sicher bezeichnet wird, haftet der Berater.

Nun mag jeder Anleger der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG in sich gehen und darüber nachdenken, wie es bei ihm gelaufen ist. Sollten Anleger unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht worden sein, so besteht gegenüber den Initiatoren bzw. Anlageberatern ein Schadensersatzanspruch. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!