Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG – Letzte Bilanz mit erschreckenden Neuigkeiten!

Millionenverluste!

Nachdem die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG die fristgerechte Bilanzierung 2014 zum Leidwesen ihrer Anleger verschleppt hat, wurde die Bilanz 2015 im August 2016 und bezeichnenderweise die Bilanz 2014 erst im Dezember 2016 veröffentlicht.

Leider mit erschreckenden Neuigkeiten! Das Geschäftsjahr 2015 endet mit Millionenverlusten! Und dies, obwohl weiter Geld bei den Anlegern für den auf 100 Millionen prospektierten Fonds eingesammelt wird. Klägliche Beteiligungen mit einem ausgewiesenen Wert von 2.365.081 Euro sollen die versprochenen Erträge erwirtschaften.

Ein buntes Sammelsurium von Beteiligungen befindet sich zum Stand vom 31.12.2015 im Portfolio. Erstaunlicherweise handelt es sich dabei meist um Firmen, die auch schon im Portfolio der V+ Vorgängerfonds gelandet sind. Ist dies ein Zufall oder welche Hintergründe haben diese Transaktionen?

Besonders deprimierend ist das Investment in die Schweizer Firma AMVAC AG. Bezeichnenderweise befindet sich diese Firma auch im Beteiligungsportfolio der V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG, der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG und der V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG. Hier wurde sie schon in der Bilanz 2014 schon mit einem Verkehrswert von 0 Euro verzeichnet! Und bei der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG? Hier in der Bilanz 2014 noch Millionenwert ausgewiesen! Wie kann es zu dieser unterschiedlichen Bewertung kommen? Ist dies seriös?

Nunmehr ist die Firma AMVAC AG im Jahresabschluss 2015 schon mit einem Verkehrswert von 0 Euro verzeichnet. Seit dem 22.02.2016 ist Firma beim Konkursamt im schweizerischen Zug im Konkursverfahren. Aus der Traum! Nichts mit Erträgen aus angeblichen Pharma-Deals! Vielmehr läuft gegen Manager der Beteiligungsgesellschaft AMVAC AG ein Strafverfahren! Mit welchen fragwürdigen Partner werden hier Geschäfte gemacht und die Gelder der Anleger verbrannt?

So muss man dem Jahresabschluss 2015 weiter entnehmen, das Verluste von über 5,3 Millionen Euro ausgewiesen werden. Dabei handelt es sich vorzugsweise um Verluste aus der Neubewertung! Wie war die Bewertung in der Vergangenheit, so dass jetzt über 5,3 Millionen Euro als Verluste ausgewiesen werden müssen?

Dies ist umso erschreckender, wenn man sich klarmacht, dass sich die getätigten Einlagen der Kommanditisten gerade einmal auf 4.493.036,51 Euro belaufen.

Gleichwohl werden weiter erhebliche Kosten produziert. Dies lässt sich auch mit der Gesamtkostenquote von 12,46 % belegen. Die Gesamtkostenquote weist sämtliche vom Investmentvermögen im Jahresverlauf getragenen laufenden Kosten und Zahlungen im Verhältnis zum Nettoinventarwert aus. So werden keine Erträge für die Anleger erzielt!

Zusätzlich wirkt die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG wie ein Schiff, das auf eine Sandbank gelaufen ist und verzweifelt auf die nächste Flut wartet. Dazu muss man wissen, dass die Verwaltung des Fonds nach den Grundsätzen des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) durchgeführt werden muss. Das KAGB wurde u.a. dafür geschaffen, den Anlegerschutz zu verbessern. Da der Gesellschaftsvertrag des Fonds nicht den anlegerfreundlichen Vorgaben des KAGB entspricht, darf die Gesellschaft keine weiteren Anlagen tätigen oder Anteile ausgeben. Obwohl im Geschäftsjahr 2014 knapp eine halbe Million an Rechtsberatungskosten für die Umsetzung des KAGB ausgegeben wurde, ist es offenkundig nicht gelungen, die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu erreichen.

Schlimmer noch: Gelingt es der Fondsgesellschaft langfristig nicht die BaFin-Genehmigung zu erhalten, müsste der Fonds abgewickelt werden. Welche Folgen dies hätte, kann sich jeder Anleger der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG selbst vorstellen! Zu welchem Urteil über das Investment würde man dann wohl kommen?

Wie man als Anleger der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG so lange warten und weiter zusehen, wie dennoch weitere erhebliche Kosten produziert werden? Da kann man sich nur fragen: Was ist bei der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG los? Laufen der Fondsgesellschaft die Anleger weg? Überaus verständlich wäre dies aus unserer Sicht schon, wenn man sich den Jahresabschluss 2015 ansieht. Erwarten die Anleger für 2016 und 2017 weitere Hiobsbotschaften?

Was können die Anleger der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG jetzt tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Im Zusammenhang mit den V+ Fonds sind diverse Urteile ergangen, die auch Anlegern der Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG Mut machen sollten und deren Rechtsgedanken auch bei ihnen Anwendung finden könnten.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!