V+ Fonds-Gesellschafterversammlungen am 13.02.2017 – Schrecken ohne Ende, oder doch Fondsausstieg möglich?

Jetzt müssen V+ Anleger aktiv werden!

Nun waren also V+ Fonds-Gesellschafterversammlungen in München am 13.02.2017. Was bringt das denn noch, wird sich so mancher V+ Anleger im Vorfeld überlegt haben? Ständig irgendwelche V+ Gesellschafterversammlungen oder Umlaufverfahren ohne greifbares Ergebnis, aber sicher mit hohen Kosten für die ohnehin schon gebeutelten V+ Anleger!

Viele V+ Anleger werden sich immer wieder die Fragen gestellt haben: „Kann ich meine V+ Beteiligung nicht endlich kündigen oder stilllegen? Muss ich meine Raten weiter zahlen oder kann ich die Ratenzahlung einstellen? Wie wird das alles enden?“

Nachdem die Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren gescheitert waren, mussten für die V + GmbH & Co. Fonds 1 KG und V+GmbH & Co. Fonds 2 KG Gesellschafterversammlungen einberufen werden, um die teils fragwürdigen Beschlussvorlagen zur Abstimmung zu bringen.

Nachdem zumindest diesmal die Beschlussfähigkeit der V+ Gesellschafterversammlungen sichergestellt wurde, stellte sich heraus, dass die anwesenden V+ Gesellschafter doch noch einen erheblichen Informations- und Redebedarf hatten. Und deshalb hatten sich doch einige V+ Gesellschafter entschlossen, an den V+ Gesellschafterversammlungen in München am 13.02.2017 teilzunehmen.

Und was ist nun bei den V+ Gesellschafterversammlungen am 13.02.2017 rausgekommen? Die Jahresabschlüsse mit ihren Millionenverlusten wurden festgestellt und auch die neuen Jahresabschlussprüfer bestellt. Weiter sollten die Komplementäre ausgetauscht werden, um im Insolvenzfall der Altkomplementäre größere Friktionen bei den V+ Fonds zu vermeiden. Diesmal wurde sowohl bei der V + GmbH & Co. Fonds 1 KG und bei der V+GmbH & Co. Fonds 2 KG der Beitritt einer neuen Komplementärin beschlossen. Ob diese Transaktion den V+ Fonds nachhaltig hilft, muss bezweifelt werden.

Abgelehnt wurde allerdings eine Satzungsänderung, mit der die Aufhebung der Liquiditätsreserve beschlossen werden sollte. Dies war ohnehin fragwürdig, da man denken könnte, dass im Krisenmodus die V+ Fonds das Geld zusammenhalten und nicht eine letzte Liquiditätsreserve auflösen sollte. Fragwürdige Investments gab es leider zur Genüge. Dies ist sicher nicht der Weg, das Kapital zu bewahren und zu vermehren!

Und immer wieder geisterte das Gespenst der Fondsliquidation durch die Diskussionen. Dies wurde auch von einigen anwesenden V+ Anlegern gefordert. Allerdings wurde dann auch darauf hingewiesen, dass die V+ Anleger bei einer sofortigen Liquidation wohl leer ausgehen würden. Damit ist wohl klar, dass dieses Szenario für V+ Anleger auch überaus unattraktiv ist und zudem mit komplexen juristischen Fragen verbunden ist.

Thematisiert wurde auch das V+ Anleger von ihren Anlageberatern nicht über die Risiken der Beteiligung an den V+ Fonds aufgeklärt wurden. Viele V+ Anleger wurden von ihren Anlageberatern bzw. Vermittlern seinerzeit dazu motiviert, ihre Lebensversicherungen oder Bausparverträge zu kündigen und sich an V+ Fonds zu beteiligen. Dabei tauchte immer wieder der Begriff des Ratensparplans auf, der auch zur Altersvorsorge geeignet sei.

Allerdings mussten V+ Anleger später feststellen, dass sie sich an hochriskanten Venture Capital Fonds beteiligt hatten. Dabei wurden von den Fondsinitiatoren und Funktionsträgern erhebliche Provisionen kassiert und viele der Investitionsobjekte erwiesen sich als Flop.

So stehen viele der V+ Anleger vor einem finanziellen Desaster und wollen mit der gescheiterten Kapitalanlage eigentlich nichts mehr zu tun haben. Aber solange man V+ Gesellschafter bzw. Kommanditist ist, sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken.

Demzufolge befinden sich die V+ Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der V+ Fonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den V+ Anlegern zu denken geben. Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die V+ Anleger kommen?

Nunmehr wird klar: Die Beteiligung an einem Venture Capital Fonds ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Venture Capital Fonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Anlageberater oder Vermittler vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) müssen die Anlageberater, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Anlageberater zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die V+ Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben.

Was können nun die Anleger der V+ Fonds tun? Sind die V+ Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die V+ Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

 

Hierbei können V+ Anlegern auch wichtige Urteile zu den V+ Fonds helfen und ihnen Mut machen, ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!