V+ Fonds-Gesellschafterversammlungen geplatzt!

Ist die Flucht ins Umlaufverfahren zulässig? – Das müssen V+ Anleger jetzt wissen!

Was ist denn das für unschöne Weihnachtspost, wird sich so mancher V+ Anleger gedacht haben, als er Mitte Dezember 2016 Nachrichten von V+ Geschäftsführer Hans-Jürgen Brunner aus Landshut erhielt.

„Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren“ – „Protokoll zur ordentlichen Gesellschafterversammlung sowie der Informationsveranstaltung der V+ GmbH & Co. Fonds KG sowie Anlagen zum Protokoll“ – konnten die V+ Anleger lesen. Was soll das denn? Im Dezember 2016, erst nach zwei Monaten kommen die Protokolle der V+ Gesellschafterversammlungen im Oktober 2016?

Wir erinnern uns! Folgende Termine hatten sich die V+ Anleger vorgemerkt:

 

  • V + GmbH & Co. Fonds 1 KG (Versammlung am 14.10.2016 von 17:00 bis ca. 19:30 Uhr)
  • V+GmbH & Co. Fonds 2 KG (Versammlung am 14.10.2016 von 09:00 bis ca. 12:30 Uhr)
  • V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG (Versammlung am 14.10.2016 von 13:00 bis ca. 16:30 Uhr)

Am 14. Oktober 2016 waren die V+ Fonds-Gesellschafterversammlungen geplatzt, da Komplementär und Treuhänder unentschuldigt fehlten.

In den V+ Gesellschafterverträgen ist ausdrücklich geregelt, dass eine Gesellschafterversammlung nur ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, wenn Komplementär und Treuhänder anwesend sind oder sich ordnungsgemäß vertreten lassen. Gleichwohl fehlten Komplementär und Treuhänder ohne Entschuldigung.

Damit sind die doch so dringenden V+ Gesellschafterversammlungen geplatzt, da keine Beschlussfähigkeit erreicht werden konnte. So konnte nur eine unverbindliche V+ Informationsveranstaltung abgehalten werden, in der gleichwohl erschreckende Neuigkeiten für V+ Anleger verkündet wurden. Aber dazu später vielleicht mehr!

Nun aber Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren! Ist das überhaupt zulässig? Schauen wir uns kurz exemplarisch die Regelungen zur Fassung von Gesellschafterbeschlüssen im Gesellschaftsvertrag der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG an. Wir lesen in § 14 Abs. 2: „Die Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn sämtliche Gesellschafter ordnungsgemäß geladen, die Geschäftsführer und der Treuhandkommanditist anwesend sind, sowie mindestens 40 % der Stimmen der Gesellschafter anwesend oder vertreten sind. Ist dementsprechend die Gesellschafterversammlung nicht beschlussfähig, ist sie erneut innerhalb von zwei Wochen mit einer Einberufungsfrist von einer Woche mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Diese neuerlich einberufene Gesellschafterversammlung ist in jedem Fall beschlussfähig …“

Das klingt ganz schön kompliziert, bedeutet aber nur, dass bei Beschlussunfähigkeit die Gesellschafterversammlung erneut einberufen werden muss und dann ist sie in jedem Fall beschlussfähig. Wieso wurde keine weitere Gesellschafterversammlung im Oktober 2016 einberufen? Hier hätten die V+ Anleger die Möglichkeit gehabt, ohne Treuhandkommanditistin und Komplementär über die weitere Zukunft der V+ Fonds zu entscheiden? Was für ein Spiel treibt das V+ Management mit den V+ Anlegern?

Was soll denn eigentlich beschlossen werden? Untersucht man die Tagesordnungspunkte des V+ Umlaufverfahrens gründlicher, so ergeben sich diverse Fragen, die das Abstimmungsverhalten der V+ Anleger beeinflussen werden.

 

Zuerst soll in TOP 1 der Jahresabschluss 2015 mit seinen Millionenverlusten festgestellt werden.

Weiterhin soll in TOP 2 der Jahresabschlussprüfer bestellt werden.

Besonders pikant ist TOP 3: Hier soll mit einer Satzungsänderung, die Aufhebung der starren Liquiditätsreserve beschlossen werden. Das ist fragwürdig, da man denken sollte, dass im Krisenmodus die V+ Fonds das Geld zusammenhalten und nicht eine letzte Liquiditätsreserve auflösen sollte. Wie hoch ist die Liquiditätsreserve denn tatsächlich und wurde sie in Gold angelegt? Dies sind Fragen, die V+ Anlegern zuerst beantwortet werden sollten, bevor sie abstimmen! Insbesondere wenn man sich klar macht, das beispielsweise beim der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG jeden Monat beinahe 100.000 Euro (genau 95.567,91 Euro) an Verwaltungskosten verausgabt werden. Soll auch noch die Liquiditätsreserve bei fragwürdigen Investments versenkt werden? Dies ist sicher nicht der Weg, das Kapital zu bewahren und zu vermehren!

Doch damit nicht genug! Warum in TOP 4 der Austausch der Komplementärin beschlossen werden soll, erschließt sich auch nicht, zumal die alleinige Gesellschafterin der Komplementärin die Fondsgesellschaft selbst sein soll. Hintergrund sollen gerichtliche Auseinandersetzungen mit Vertrieben und V+ Anlegern sein. Man will schlichtweg damit einer „Abberufung und Ausschließung aus wichtigem Grund“ zuvorkommen. Das ist schon bezeichnend! Wollen sich etwa die Verantwortlichen still und leise verabschieden? Das ist alles mehr als zweifelhaft!

Alle Fakten müssen auf den Tisch und die V+ Geschäftsführung muss in einer persönlichen Gesellschafterversammlung Rede und Antwort stehen! Rechtlich unverbindliche Informationsveranstaltungen reichen nicht!

Die V+ Anleger sollten sich nicht mit Beschlussfassungen im Umlaufverfahren abspeisen lassen! V+ Anleger können und sollten Einfluss nehmen! V+ Gesellschafter müssen selbst über die Zukunft ihrer Investitionen entscheiden können! Zeigen Sie der V+ Geschäftsführung bis spätestens 04.01.2017, was Sie von dem schriftlichen Umlaufverfahren halten oder lassen Sie sich vertreten! Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den FragebogenFondsbeteiligung Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!