SHB SonnenHöfe – Zahlung trotz Liquidation?

Zahlungsaufforderung trotz Fondsliquidation der SHB SonnenHöfe! – Was SHB-Anleger jetzt tun müssen!

Was ist denn da los, werden sich viele Anleger der der SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Erlenhofpark München-Unterhaching KG (nunmehr firmierend SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG) fragen.

Trotz der nunmehr beschlossenen Liquidation flattern den nichtsahnenden SHB--Anlegern Zahlungsaufforderungen ins Haus. Sicher wird sich so mancher SHB-Anleger gedacht haben: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende …“

Allerdings scheint der Schrecken noch nicht zu Ende zu sein, sondern die SHB-Anleger werden weiter mit Hiobsbotschaften und Zahlungsaufforderungen konfrontiert.

Erinnern wir uns aber kurz noch einmal zurück: So wurden Beteiligungen an der der SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Erlenhofpark München-Unterhaching KG (nunmehr firmierend SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG) gern als angeblich sichere Kapitalanlage empfohlen. Die Anleger konnten sich als Einmalanleger, Ratenzahler, aber auch mit einem sogenannten Modell „Clevere Kombi“ beteiligen. So wurde sogar von einer Verdopplung des Einsatzes und einer sicheren Altersvorsorge fabuliert.

Nur leider lösten sich all diese haltlosen Versprechen in Luft auf und diverse SHB-Anleger entschlossen sich, ihre Vertriebler zur Verantwortung zu ziehen und Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Damit konnten sie sich auch endgültig von ihrer Fondsbeteiligung verabschieden.

Gleichwohl sind noch diverse SHB-Anleger weiter als Kommanditisten an der SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG beteiligt, die sich seit Januar 2017 im Liquidationsverfahren befindet.

Was ist denn ein Liquidationsverfahren genau, wird sich so mancher SHB-Anleger fragen. Und häufig wird die Liquidation auch mit einer Insolvenz verwechselt.

Schauen wir uns die Sache kurz an: Bei der Insolvenz ist die Fondsgesellschaft zahlungsunfähig und es wird ein Insolvenzverfahren unter der Ägide eines Insolvenzverwalters durchgeführt.

Bei der SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG wurde allerdings die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Eine aufgelöste GmbH & Co. KG wird grundsätzlich im Wege der Liquidation beendet. Es findet eine sog. Auseinandersetzung statt. Die Liquidatoren müssen die laufenden Geschäfte beenden, Forderungen einziehen, bestehendes Vermögen verwerten und die Gläubiger der Fondsgesellschaft befriedigen. Entsteht am Ende ein Liquidationserlös, so ist dieser an die Gesellschafter auszukehren.

Allerdings wurde auch immer wieder von der Fondsverwaltung ein sogenannter Innenausgleich thematisiert. Innenausgleich? SHB-Anleger haben sich, wie schon oben erläutert, in unterschiedlicher Form an der Fondsgesellschaft beteiligt. Als Einmalzahler, Ratenzahler oder auch mit Kombimodellen. Nun haben manche SHB-Anleger schon die gesamte Einlage gezahlt, andere wiederrum zahlen Raten oder auch nicht und diverse haben Schadenersatzansprüche geltend gemacht und sind aus der Fondsgesellschaft endgültig ausgeschieden.

Mithin gibt es eine Vielzahl von Konstellationen und Fallgestaltungen und jeder kann sich vorstellen, mit welchen immensen Aufwand die ganze Sache des Innenausgleiches verbunden wäre.

Aber es ist gar nicht die Aufgabe der Fondsverwaltung bzw. der Liquidatoren einen solchen Innenausgleich durchzuführen. Sie haben lediglich den Auftrag, die Liquidation der SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG vorzunehmen.

Gleichwohl muss aber auch klar sein, dass die Stellung als Fondsgesellschafter und Kommanditist weiter mit diversen Risiken verbunden ist und auch weiter Zahlungspflichten im Raum stehen können. Und dies selbst dann, wenn der Fonds gescheitert ist und nur noch liquidiert werden soll!

Und was können SHB-Anleger jetzt tun?

Auch wenn Schadenersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler 10 Jahre nach Fondsbeitritt verjähren, haben die Anleger weiter ihre Gesellschafterrechte und können diese auch ausüben. So kann die Möglichkeit bestehen, aus wichtigem Grund die Gesellschaftsbeteiligung zu beenden. Sobald man kein Fondsgesellschafter bzw. Kommanditist mehr ist, besteht auch keine Zahlungsverpflichtung mehr und der Alptraum kann ein Ende haben.

Mithin sollten SHB-Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.