POC–Außerordentliche Gesellschafterversammlungen durchgeführt!

Stand: 08.09.2015

Außerordentliche POC Fonds Gesellschafterversammlungen! - Objektgesellschaft COGI im kanadischen Insolvenzverfahren (CCAA)! – Was können Anleger jetzt tun?

Nachdem die POC Anleger schon in der Vergangenheit mit sehr beunruhigenden Nachrichten konfrontiert wurden, gab es jetzt keinen Ausweg für das POC Management mehr, als endlich außerordentliche Gesellschafterversammlungen einzuberufen, um die Anleger zu informieren.

An drei Tagen (01.09. bis 03.09.2015) wurden sechs außerordentliche Gesellschafterversammlungen für folgende Fonds durchgeführt:

POC Eins GmbH & Co. KG
POC Zwei GmbH & Co. KG
POC Growth GmbH & Co. KG
POC Growth 2. GmbH & Co. KG
POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG
POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG

Die POC Anleger haben in diesen außerordentlichen Gesellschafterversammlungen über zwei Beschlussanträge abgestimmt. Es handelte sich um die Tagesordnungspunkte TOP 5 (Beschlussfassung über die Darlehnsgewährung an die COGI LP aus Mitteln der Rückzahlungen der Gesellschafter) und TOP 6 (Beschlussfassung über die weitere Darlehensaufnahme und weitere Darlehnsgewährung an die COGI LP).

Die außerordentlichen Gesellschafterversammlungen verliefen im Grundmuster immer gleich, allerdings mit doch abweichenden Abstimmungsergebnissen.

Der Bericht der POC Geschäftsführung lieferte ein erschreckendes Bild über die Investitionen der POC Anleger. So wurde mitgeteilt, dass sich die kanadische Objektgesellschaft COGI LP im kanadischen Insolvenzplanverfahren (CCAA) befindet. Hier hat die Gesellschaft einen Monat Zeit in Kooperation mit ihren Gläubigern ihre Vermögensverhältnisse zu ordnen. Gelingt dies nicht, geht die Gesellschaft in Insolvenz. Die Anleger werden sich erinnern, dass seinerzeit die bis dahin unabhängigen Objektgesellschaften der POC Fonds entgegen aller Warnungen zur COGI LP verschmolzen wurden. Das damit die Risiken potenziert und eine einzelfondsbezogene Rechnungslegung erschwert wurde, hat die POC Geschäftsführung ignoriert. Nunmehr haben sich die Risiken verwirklicht und was dies für die einzelnen Fondsgesellschaften bedeutet, kann sich jeder selbst vorstellen. Zumindest wurde auch die Zahlungsfähigkeit der deutschen Fondsgesellschaften in Frage gestellt und die Gefahr eines Insolvenzantrages heraufbeschworen.

Gleichwohl wurde darauf verwiesen, dass auf jeden Fall die Ausschüttungen von den POC Anlegern zurückgefordert werden, selbst wenn das Fortführungskonzept scheitern sollte. Aufschlussreich war dabei, dass von den zurückgeforderten Geldern der POC Anleger ein Teil einbehalten werden soll, um die POC Geschäftsführung, die Steuerberatung u. ä. zu bezahlen. Und dies für die nächsten drei Jahre. Dies sind Millionensummen, die in die Taschen der POC Geschäftsführung fließen sollen, obwohl ihre Leistungsbilanz mehr als desolat ist. Das gilt auch für den Fall des Scheiterns der Sanierung der COGI LP.

Erschreckend war die Naivität, mit der darauf verwiesen wurde, dass man vom Rückgang des Ölpreises überrascht worden sei und dies nicht habe voraussehen können.

Ebenso hatte man den Eindruck, als ob die POC Geschäftsführung keinerlei Einfluss auf die COGI Geschäftsführung hätte. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich bei der COGI faktisch quasi um eine Tochtergesellschaft der POC Fonds handelt. Einer der anwesenden kanadischen Anwälte verschanzte sich hinter angeblichen Verschwiegenheitsverpflichtungen und erteilte nur sehr marginale Auskünfte, die wenig Licht in die tatsächliche Situation der COGI LP brachten. Ein Businessplan der COGI LP ist nicht ersichtlich. Ebenso wurden keine Auskünfte erteilt, an wen Ölquellen verkauft wurden und zu welchen Konditionen. Auch Bilanzen konnten nicht vorgelegt werden. Dies ist nicht seriös und keine Entscheidungsgrundlage für die abstimmenden Anleger.

Wie das POC Management in der Vergangenheit selbst einräumte, ist es nicht in der Lage, auf alle Fragen aus dem Anlegerkreis detailliert zu antworten. Dabei haben die Anleger viele dringende Fragen und die POC Fondsverwaltung muss endlich Antworten liefern, wo das Geld (ca. 300 Millionen Euro) geblieben ist.

Viele POC Anleger sind natürlich stark verunsichert und mussten trotz der fragwürdigen Informationspolitik der POC Geschäftsführung abstimmen. So kam es bei den einzelnen Fonds zu unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen.

POC Eins GmbH & Co. KG (TOP 5: NEIN, TOP 6: NEIN)
POC Zwei GmbH & Co. KG (TOP 5: JA, TOP 6: NEIN)
POC Growth GmbH & Co. KG (TOP 5: JA, TOP 6: NEIN)
POC Growth 2. GmbH & Co. KG (TOP 5: NEIN, TOP 6: NEIN)
POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG (TOP 5: JA, TOP 6: NEIN)
POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG (TOP 5: JA, TOP 6: JA)

Man kann gut verstehen, dass POC Anleger trotz ihrer negativen Erfahrungen die Hoffnung nicht aufgegeben wollen. Allerdings gibt es bisher keine Anzeichen, dass mit einer Trendwende zu rechnen ist und nicht der Totalverlust der Einlagen droht.

Die POC Geschäftsführung konnte in den außerordentlichen Gesellschafterversammlungen nicht überzeugen und hat auch nicht alle notwendigen Informationen geliefert. Vermutlich ist es notwendig, die alte POC Geschäftsführung abzuberufen und eine neue unabhängige Geschäftsführung zu wählen.

Dabei vertreten wir auch gern weiter Ihre Interessen auf den Gesellschafterversammlungen und übernehmen Ihre Stimmrechtsvertretung. Vorab und im Nachgang der Gesellschafterversammlung werden Sie informiert und können auch gern regelmäßig einen Newsletter per E-Mail erhalten.

Anleger der POC Fonds können sich dazu kostenlos und unverbindlich registrieren lassen. Sie können gern unser Kontaktformular benutzen und eine kurze Information zu ihrem Fonds und der Beteiligungssumme hinterlassen.

P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.