NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 unter Druck!

Gibt es noch Rettung für die NORDCAPITAL-Anleger?

„Heute die Marktchancen nutzen, morgen vom nächsten Aufschwung profitieren“ – So steht es in einem Flyer für die NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds. Leider müssen die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds entdecken, dass sich ihre Investition nicht wie versprochen auszahlt, sondern zum Risiko wird.

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind. Was ist passiert?

Als Emissionshaus hat die Firma NORDCAPITAL die Fondsproduktlinie NORDCAPITAL Schiffsportfolio aufgelegt, die in eine diversifizierte Auswahl marktgängiger Schiffe renommierter Charterer investieren sollten. Dabei handelte es sich um folgende NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds:

 

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 8 GmbH & Co. KG

Schauen wir uns den im Jahre 2009 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG einmal näher an.

Die NORDCAPITAL-Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG investierten in Beteiligungen an 142 Schiffsfonds, sog. Einschiffgesellschaften. Dabei lag das Schwergewicht der Investitionen auf Containerschiffen bis 2.500 TEU (19 % des Portfolios) und Containerschiffen über 2.500 TEU (67 % des Portfolios). Aber auch in Bulker bzw. Conbulker, Tanker, Multipurpose und auch in andere Flottenfonds wurde investiert.

Gut 42 Millionen Euro sollten in den NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 Fonds investiert werden. Mit einer Mindestbeteiligung von 15.000 €uro waren die Anleger dabei. Bei den Vorgängerfonds der Produktlinie NORDCAPITAL Schiffsportfolio wurde auch immer noch Fremdkapital zu Co-Finanzierung eingesetzt. Dies war diesmal nicht der Fall! Hatten die Banken etwa kalte Füße bekommen? Geworben wurde dann praktischerweise mit einem „100 % eigenkapitalfinanzierter Fonds“.

Angestrebt wurde eine durchschnittliche Kapitalvermehrung von 8 % pro Jahr durch die „Beteiligung an einer diversifizierten Auswahl von Schiffsbeteiligungen mit hohem Ertrags- und Wertsteigerungspotential.“ Von Wertsteigerungspotential konnte allerdings nicht die Rede sein!

Der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 Fonds entwickelte sich auf Dauer nicht so, wie es prospektiert wurde. Von der Nutzung von Marktchancen konnte nicht die Rede sein. Die Einnahmen aus den Beteiligungen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Wie heißt es dazu in der Leistungsbilanz? „Der Wert des Beteiligungsportfolios hat sich aufgrund des schwierigen Marktumfeldes in der Schifffahrt erheblich reduziert.“ Das Beteiligungsportfolio an den Einschiffgesellschaften schmolz erschreckenderweise zusammen!

Mithin wurden keine Marktchancen genutzt, sondern Millionenverluste produziert!

NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden.

Wie sieht die Zukunft der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG wohl aus und wie geht es weiter?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!