NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG - Lausige Bilanz!

Was NORDCAPITAL-Anleger jetzt tun können!

Was ist los bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG, wird sich so mancher NORDCAPITAL-Anleger fragen?

Schaut man sich die im März 2017 veröffentlichte Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 an, so befindet sich die Fondsgesellschaft NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG weiter im Krisenmodus.

Aber schauen wir noch einmal zur Erinnerung kurz zurück: Als Emissionshaus hat die Firma NORDCAPITAL die Fondsproduktlinie NORDCAPITAL Schiffsportfolio aufgelegt, die in eine diversifizierte Auswahl marktgängiger Schiffe renommierter Charterer investieren sollte. Dabei handelte es sich um folgende NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds:

 

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 8 GmbH & Co. KG

 

Schauen wir uns den im Jahre 2008 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG einmal näher an. Gut 42 Millionen Euro sollte als Gesamtinvestition in die NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG fließen. Die Fondsgesellschaft sollte ein Schiffsportfolio von 167 Beteiligungen an Schiffsfonds, sogenannten Einschiffgesellschaften erwerben. Gut 30 Millionen Anlegerkapital und ein Bankdarlehen von knapp 10 Millionen sollten eingesetzt werden.

Leider hat sich der Dachfonds NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG überhaupt nicht nach den Erwartungen der NORDCAPITAL-Anleger entwickelt. Die prognostizierten Ausschüttungen wurden nicht erwirtschaftet. Die Anleger mussten damit rechnen, erhebliche Teile ihre Einlagen zu verlieren.

Aber es kam noch schlimmer! Aufgrund der desolaten Finanzsituation der Fondsgesellschaft wurden die NORDCAPITAL-Anleger aufgefordert, der Fondsgesellschaft NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG Nachrangdarlehen zu gewähren. Schlimm genug, dass die Einlagen der NORDCAPITAL-Anleger gefährdet wurden, jetzt sollten auch noch Nachrangdarlehen gewährt werden. Diese werden wie der Name schon sagt, gegenüber anderen gewärtigen und zukünftigen Gläubigern nachrangig bedient. Mit anderen Worten: Im Fall der Fälle stehen die Nachranggläubiger am Ende der Schlange!

Und wofür das Ganze? Damit sollten zum Jahresende die fälligen Raten der finanzierenden Bank bezahlt werden. Wir finden es schon sehr fragwürdig, wenn die Kapitalanleger für die Bank bluten sollen!

Und was ist daraus geworden? Schauen wir uns jetzt die Bilanz 2015 genauer an, die erst im März 2017 veröffentlicht wurde.

Zuerst muss man feststellen, dass sich das Beteiligungsportfolio erheblich dezimiert hat. Statt an 167 Einschiffgesellschaften ist man nur noch an 100 beteiligt. Und dies galt für das Geschäftsjahr 2015. Wie mag es jetzt im Jahre 2017 aussehen?

Und wie sehen die sogenannten Ergebnissonderkonten aus? Ein Minus von über 22 Millionen Euro muss ausgewiesen werden, ebenso muss ein Verlust von über 600.000 Euro vermeldet werden. Im Vorjahr war es fast 1.000.000 Euro Miese! Das muss spricht wohl für sich und muss nicht weiter kommentiert werden! Wie mag wohl das Geschäftsjahr 2016 gelaufen sein? Noch schlechter?

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind.

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!