NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3

NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 im Krisenmodus! – Sind die NORDCAPITAL-Anleger noch zu retten?

„Gemeinsam Werte schaffen“ – So steht es in einem Prospekt für die NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds. Leider müssen die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds entdecken, dass sich ihre Investition nicht wie versprochen auszahlt, sondern zum Risiko wird.

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind. Was ist passiert?

Als Emissionshaus hat die Firma NORDCAPITAL die Fondsproduktlinie NORDCAPITAL Schiffsportfolio aufgelegt, die in eine diversifizierte Auswahl marktgängiger Schiffe renommierter Charterer investieren sollten. Dabei handelte es sich um folgende NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds:

 

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 8 GmbH & Co. KG

 

Schauen wir uns den im Jahre 2007 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG einmal näher an.

Die NORDCAPITAL-Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG investierten in Beteiligungen an 197 Schiffsfonds, sog. Einschiffgesellschaften. Dabei lag das Schwergewicht der Investitionen auf Containerschiffen bis 2.500 TEU (45 % des Portfolios) und Containerschiffen über 2.500 TEU (43 % des Portfolios). Aber auch in Bulker bzw. Conbulker, Tanker, Multipurpose und auch in andere Flottenfonds wurde investiert.

Gut 36,33 Millionen Euro sollten in den NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 Fonds investiert werden, davon gut 25,9 Millionen Euro Anlegerkapital. Zusätzlich wurde noch ein Bankdarlehen in Höhe von 8,4 Millionen Euro aufgenommen.

Allerdings entwickelte sich der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 Fonds auf Dauer nicht so, wie es prospektiert wurde. Die Einnahmen aus den Beteiligungen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Wie heißt es dazu in der Leistungsbilanz? „Der Wert des Beteiligungsportfolios hat sich aufgrund des schwierigen Marktumfeldes in der Schifffahrt erheblich reduziert.“

Im Gegenzug waren die Ausgaben allerdings viel höher als prospektiert, so dass sich das Missverhältnis von Einnahmen und Ausgaben weiter vergrößerte, was dazu führte, dass das Bankdarlehen in Millionenhöhe nicht ordnungsgemäß bedient werden konnte. Nur durch mehrfache Stundungen konnte die Liquidität der Fondsgesellschaft gesichert werden.

Weiter mussten Verbindlichkeiten der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG gegenüber den Gründungsgesellschaftern gestundet werden, um die Zahlungsfähigkeit der Fondsgesellschaft sicherzustellen. Nur auf dieser Grundlage konnte die Geschäftsführung davon ausgehen, dass die Fortführung des Unternehmens gesichert werden kann.

Das Beteiligungsportfolio an den Einschiffgesellschaften schmolz erschreckenderweise zusammen. So wurden Beteiligungen zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit veräußert, aber auch diverse Insolvenzen werden sicher zu verzeichnen gewesen sein, die den Wert des Beteiligungsportfolios weiter gesenkt haben.

Mithin wurden keine gemeinsamen Werte geschaffen, sondern Millionenverluste produziert!

NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden.

Wie sieht die Zukunft der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG wohl aus und wie geht es weiter?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!