NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG - Verheerende Bilanz!

Das müssen NORDCAPITAL-Anleger wissen oder droht die Verjährung 2017?

Was ist los bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG, wird sich so mancher NORDCAPITAL-Anleger fragen?

Schaut man sich die im März 2017 veröffentlichte Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 an, so befindet sich die Fondsgesellschaft NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG weiter im Krisenmodus.

Aber schauen wir noch einmal zur Erinnerung kurz zurück: Als Emissionshaus hat die Firma NORDCAPITAL die Fondsproduktlinie NORDCAPITAL Schiffsportfolio aufgelegt, die in eine diversifizierte Auswahl marktgängiger Schiffe renommierter Charterer investieren sollte. Dabei handelte es sich um folgende NORDCAPITAL Schiffsportfolio Fonds:

 

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 5 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 6 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Schiffsportfolio 8 GmbH & Co. KG

 

Schauen wir uns den im Jahre 2007 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG einmal näher an. Gut 36,33 Millionen Euro sollte als Gesamtinvestition in die NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG fließen. Die Fondsgesellschaft sollte ein Schiffsportfolio von knapp 200 Beteiligungen an Schiffsfonds, sogenannten Einschiffgesellschaften erwerben. 25,9 Millionen Anlegerkapital und ein Bankdarlehen von 8,4 Millionen sollten eingesetzt werden.

Und was ist daraus geworden? Schauen wir uns jetzt die Bilanz 2015 genauer an, die erst im März 2017 veröffentlicht wurde.

Zuerst muss man feststellen, dass sich das Beteiligungsportfolio fast halbiert hat. Statt an knapp 200 Einschiffgesellschaften ist man nur noch an 102 beteiligt. Und dies galt für das Geschäftsjahr 2015. Wie mag es jetzt im Jahre 2017 aussehen?

Ebenso muss vermeldet werden, dass die Bank, die ursprünglich das Darlehen finanziert hat, offenkundig keine Lust mehr auf weiteren Stundungen ihrer Tilgungsraten hatte und wohl den Glauben in die Zukunftsfähigkeit der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG verloren hat. Gleichwohl wurde die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch diese Stundungen über Jahre gesichert und nun der Ausstieg der Bank!

Und wer hat die Finanzierung übernommen? Die E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG übernahm im Oktober 2015 die Rolle der Bank und trat in die bestehende Finanzierung ein. Und wer ist die E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG? Niemand geringerer als die Gesellschafterin der NORDCAPITAL-Gruppe. Warum es nicht gelang, eine neue finanzierende Bank zu finden, kann man sich wohl vorstellen.

Allerdings wurde diese Finanzierung nur bis Ende 2018 verlängert. Ende 2018? Ein Schelm, der Böses denkt! Emissionsjahr 2007, absolute Verjährung nach 10 Jahren! Zu welchem Urteil soll man hier kommen?

Und die sogenannten Erfolgssonderkonten? Ein Minus von 6.300.334,94 Millionen Euro und die verrechneten Ergebnissonderkonten. Auch hier ein dickes Minus von 18.894.849,36 Millionen Euro. Das muss spricht wohl für sich und muss nicht weiter kommentiert werden! Wie mag wohl das Geschäftsjahr 2016 gelaufen sein? Noch schlechter?

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind.

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch bei der NORDCAPITAL Schiffsportfolio 3 GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!