NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 bilanziert Millionenverluste!

AHTS MS „E.R. Luisa“ ohne Beschäftigung! - Das müssen Nordcapital-Anleger wissen!

Anleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG müssen starke Nerven haben, wenn sie die laufenden Hiobsbotschaften verkraften wollen. Die Ende Januar 2017 veröffentlichte Bilanz 2015 gibt wieder Anlass zu großer Sorge, denn die Millionenverluste sind noch größer geworden!

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind.

Erinnern wir uns aber erst kurz zurück: Ende 2015 war ein sogenanntes Liquiditätssicherungskonzept zur Einwerbung von Darlehen im Gesellschafterkreis nachvollziehbarerweise gescheitert. Aber damit nicht genug! Mitte 2016 gab es den nächsten Anlauf. Aufgrund der unzureichenden Liquiditätssituation musste ein zweites Liquiditätssicherungskonzept aufgestellt werden. Die Fondsanleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG wurden aufgefordert, über den freihändigen Verkauf des MS „E.R. Luisa“ zu beschließen. Nunmehr mussten die Nordcapital-Anleger in den sauren Apfel beißen und ihre Zustimmung erteilen.

Fraglich ist nur, was dieses Liquiditätssicherungskonzept wirklich bringen soll. Schauen wir uns die letzte veröffentlichte Bilanz 2015 ein wenig genauer an. Hier gibt es wirklich Grund zur Sorge, denn von der Fondsgesellschaft wird nur noch Krisenmanagement betrieben.

Die Fondsgesellschaft war bis zum 30.06.2016 Mitglied einer Charterausfallgemeinschaft, in der sich über 90 Gesellschaften zusammengeschlossen hatten, um das Risiko eines Charterausfalls gemeinsam zu tragen. Nun gilt aber wohl das Motto: „Rette sich wer kann!“, auch das sollte den Nordcapital-Anlegern zu denken geben.

Die Marktsituation ist desaströs. Aufgrund des niedrigen Ölpreises werden viele Bohrschiffe und Bohrplattformen nicht mehr eingesetzt und sind beschäftigungslos. Die Schiffe können nur noch aufgelegt werden. Sie dümpeln mit einer Minibesatzung im Meer und werden irgendwie am Leben gehalten. Allein in der Nordsee sollen rund 30 AHTS beschäftigungslos aufgelegt sein.

Und die AHTS MS „E.R. Luisa“? Auch sie befindet sich im Teufelskreis der Krise. Nach Auslaufen des Chartervertrages mit der Petrobras vor Brasilien wurde sie in die Karibik verlegt und von dort nach Westafrika. Dann die Dockung in Spanien und dann der Golf von Mexiko als Einsatzort. Und dann die Verlegung in die Nordsee. Wie heißt es dazu in der Bilanz: „Darüber hinaus entstanden durch die nicht geplanten variierenden Einsatzorte der Schiffe hohe Mobilisierungskosten.“

Und in der Nordsee? Hier wurde die AHTS MS „E.R. Luisa“ teilweise nur für klägliche GPB 8.000 pro Tag gechartert. Man erinnert sich, die ursprünglich vereinbarte Charterrate bei der Petrobras betrug USD 38.500 pro Tag. Schon allein diese Differenz sagt schon alles über die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung. Aber es kommt noch schlimmer! Seit 2. September 2016 ist die AHTS MS „E.R. Luisa“ ausweislich der Bilanz ganz ohne Beschäftigung. Willkommen im Club, könnte man fast zynischer Weise sagen!

Fraglich, ob und wann der Verkaufsbeschluss der AHTS MS „E.R. Luisa“ umgesetzt werden kann. So ist es eher eine schlechte Botschaft, dass der Verkauf noch nicht realisiert werden konnte.

Und das zweite Liquiditätssicherungskonzept soll greifen? Was lesen Nordcapital-Anleger in der Bilanz: „Neben der Einwerbung von TEUR 712 Gesellschafterdarlehen sieht das Konzept u.a. eine Pay-As-You-Earn-Klausel auf das Schiffshypothekendarlehen bis Oktober 2018, die Verlängerung der Kontokorrentkreditlinie der Commerzbank AG (TEUR 500) und Stundungen bei den Zahlungen an die Initiatoren des Fonds bis Ende 2018 vor.“ Das gilt wohl nur noch das Prinzip Hoffnung!

Schauen wir aber wieder auf die Fakten und werfen noch einen Blick auf die Millionenverluste! Schon im Jahre 2014 musste ein Jahresfehlbetrag von 1.509.866,77 Euro bilanziert werden. Dieser steigert sich im Jahre 2015 auf 4.378.228,18 Euro und auch die Prognose für 2016 ist erschreckend. Auch hier wird ein Jahresfehlbetrag von 3.028.000 Euro prognostiziert. Was für Aussichten sind dies für die Nordcapital-Anleger?

„Entdecken Sie Substanz, die sich auszahlt“ – So steht es in einem Prospekt für die NORDCAPITAL Offshore Fonds. Leider müssen die Anleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds entdecken, dass sich ihre Investition nicht wie versprochen auszahlt, sondern zum Risiko und Verlustbringer wird.

NORDCAPITAL Offshore Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden. Wie geht es wohl bei der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG weiter? Zu welchem Urteil werden die Anleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG wohl jetzt kommen?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.


Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!