MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2

Droht das gleiche Schicksal wie beim MPC CPO Nordamerika Schiffe 1-Fonds? – Ausstiegsmöglichkeiten für MPC-Anleger!

Bei MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1-Fonds hieß es noch großspurig im Prospekt „Fünfmal volle Fahrt voraus“. Beim MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds titelte man dann „CPO Nordamerika-Schiffe 2 – Fünf im Einsatz auf den Weltmeeren“. Bevor wir uns den „Einsatz auf den Weltmeeren“ näher ansehen, werfen wir aber noch einmal einen Blick in die Vergangenheit.

„CPO Nordamerika-Schiffe“ nannte die MPC Capital AG ihre Produktlinie und offerierte den MPC-Anlegern nach dem MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1-Fonds den MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds, der im Jahre 2008 aufgelegt wurde.

Den MPC-Anlegern wurde beim MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds dazu die gleichzeitige Beteiligung an fünf Kommanditgesellschaften bei einer Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro angeboten:

 

·         Kommanditgesellschaft MS „CPO New York” Offen Reederei GmbH & Co.

·         Kommanditgesellschaft MS „CPO Baltimore” Offen Reederei GmbH & Co.

·         Kommanditgesellschaft MS „CPO Norfolk” Offen Reederei GmbH & Co.

·         Kommanditgesellschaft MS „CPO Savannah” Offen Reederei GmbH & Co.

·         Kommanditgesellschaft MS „CPO Miami” Offen Reederei GmbH & Co.

 

Das Emissionsvolumen des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1-Fonds beträgt ausweislich des Prospekts 90,9 Millionen Euro, inkl. Agio. Über 23 Millionen Euro wurden als Provisionen kassiert! Kannten die MPC-Anleger die Höhe der gezahlten Provisionen?

Rund 180 Millionen Euro wurden als Fremdkapital kalkuliert. So wurden Schiffshypothekendarlehen in USD und JPY aufgenommen. Dass damit auch Währungsrisiken verbunden sein können, versteht sich von selbst. Kannten die MPC-Anleger die Währungsrisiken?

Wie geht es weiter mit dem MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds? Wie lief der Einsatz auf den Weltmeeren? Die Ausschüttungen, die prognostiziert wurden, sind ausgeblieben. Die MPC-Anleger werden immer wieder mit Schiffsfonds-Insolvenzen konfrontiert und machen sich berechtigterweise große Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Und dies wohl zu Recht! Denn beim Vorgängerfonds MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1 mussten aufgrund der verheerenden wirtschaftlichen Entwicklung vier der Fondsschiffe verkauft werden.

MS „CPO BOSTON” verkauft! MS „CPO PHILADELPHIA” verkauft! MS „CPO RICHMOND” verkauft! MS „CPO CHARLESTON” verkauft! Das ist natürlich eine wirtschaftliche Katastrophe für die Anleger des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1-Fonds. Droht das gleiche Schicksal den Anlegern des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds? Wie geht es hier wohl weiter? Die Anleger des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds müssen mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man sich die letzten Bilanzen anschaut!

Zweistellige Millionenverluste und der Hinweis eine bilanzielle Überschuldung von Konzern und Tochtergesellschaften in der Bilanz 2015 sind mehr als deutliche Zeichen für die Anleger des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds, dass ihnen das gleiche Schicksal, wie den Anlegern des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 1-Fonds droht! Schiffsverkauf und Totalverlust der Einlage?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Was können nun die Anleger des MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Hierbei können MPC-Anlegern auch wichtige Urteile zu Schiffsfondsbeteiligungen helfen. So haben sich die Landgerichte in Frankfurt Main, Oldenburg und Dessau schon mit Schadenersatzklagen enttäuschter MPC-Anleger beschäftigt. Das sollte den MPC-Anlegern Mut machen!

Da auch bei dem MPC CPO Nordamerika-Schiffe 2-Fonds nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!