Infinus-Skandal: Future Business-Chef Biehl pleite

Stand: 07.08.2014

Insolvenzverfahren eröffnet – Vermögen wird durch Insolvenzverwalter verwertet

Ein nächster Schritt zur Aufarbeitung des Infinus-Skandals wird gemacht. Nunmehr ist das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Inhabers der Firma „Biehl Capital Partner“ Jörg Biehl vom Amtsgericht Dresden am 28.07.2014 eröffnet (AZ 531/554 IN 204/14) worden. Ein kleiner Trost für die Anleger, dass das Verfahren nicht mangels Masse abgelehnt wurde.

Jörg Biehl ist eine Schlüsselperson des Infinus-Skandals. Er ist der Gründer und persönlich haftender Gesellschafter der Future Business KG a.A. (FuBus) und sitzt auch zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung weiter in Untersuchungshaft. Die FuBus ist als Muttergesellschaft des FuBus- bzw.INFINUS-Konzerns einzustufen. Biehl ist auch als Vorstand der Prosavus AG (vormals Future Business Plus AG), Aufsichtsratsvorsitzender der Infinus AG Ihr Kompetenz Partner (vormals Infinus Vertrieb und Service AG) und als Geschäftsführer der Moritzburger Versicherungsmakler GmbH in Erscheinung getreten.

Zum Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Bruno M. Kübler von der Kanzlei Kübler bestellt worden. Ebenso wurde er schon als Insolvenzverwalter bei der Future Business KG a.A bestellt (AZ 532 IN 2257/13). Nunmehr befasst er sich auch weiter mit der Sichtung und der bereits begonnenen Verwertung des Vermögens des Future Business-Bosses Biehl. Das Vermögen wird auf rund 15 Millionen Euro geschätzt.

Rund 40.000 Gläubiger wollen ihr Geld zurück. Wann und wie sie ihre Forderungen anmelden können, will Insolvenzverwalter Kübler noch mitteilen. Die Gläubigerversammlung wurde auf den 22.10.2014 terminiert.

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