IBH Immobilienfonds – Keine Vollmachten an die FD Treuhandgesellschaft mbH!

Warum IBH-Anleger keine überstürzten Vollmachten zur IBH-Fondsliquidation erteilen sollten! – Gibt es Interessenkollisionen bei der FD Treuhandgesellschaft mbH? – Was IBH-Anleger jetzt tun können!

Vielen IBH-Anlegern werden Anfang Juli 2017 wieder neue Anlegerinformationsschreiben der IBH Immobilienfonds Geschäftsführungs- und Verwaltungs GmbH ins Haus geflattert sein. Darin liest man etwas von „Sonderwerbungskosten 2016“, aber viel wichtiger von „Auflösung / Beendigung der Fondsgesellschaft (Liquidation)“. Was ist davon zu halten und was können IBH-Anleger jetzt tun?

Zuerst muss man sich fragen, was die ganze Sache soll! Hier macht sich offenkundig IBH-Geschäftsführer Martin S. zum „Erfüllungsgehilfen“ der FD Treuhandgesellschaft mbH mit Geschäftsführer Michael J. J. S., über dessen Verbindungen zur Gallinat wir schon ausgiebig berichtet haben.

Aber schauen wir uns das IBH-Anlegerinformationsschreiben einmal ein wenig genauer an: In Punkt I. Sonderwerbungskosten 2016 wird so nebenbei berichtet, dass ein Wechsel des Steuerberaters stattgefunden habe und das aus diesem Grunde die Sonderwerbungskosten erneut mitzuteilen seien. Wer ist der neue Steuerberater und warum übernimmt er nicht die Daten des alten Steuerberaters?

Viel wichtiger ist aber der Punkt II. Auflösung / Beendigung der Fondsgesellschaft (Liquidation)! Auch hier wird wieder darauf verwiesen, dass sich die FD Treuhandgesellschaft mbH als „neuer Treuhänder“ anbietet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die FD Treuhandgesellschaft mbH irgendeine Berechtigung hätte, sich so zu verhalten, als ob sie als neuer Treuhänder bestellt worden wäre. Treuhänder ist nach wie vor die CT Treuhand aufgrund der bestehenden Treuhandverträge und daran hat sich bis jetzt unserer Erkenntnis nach auch nichts geändert.

Umso merkwürdiger wirkt es, dass die FD Treuhandgesellschaft vorschlägt, die Fondsgesellschaft vorzeitig aufzulösen, um eine vorgeblich günstige Situation auf Immobilienmarkt zu nutzen. Bezeichnend ist auch, dass dieser Vorschlag von der IBH Immobilienfonds Geschäftsführungs- und Verwaltungs GmbH mit Geschäftsführer Martin S. undifferenziert unterstützt und befürwortet wird und er sich damit zum Postboten der FD Treuhandgesellschaft macht. War nicht bisher von einer Restrukturierung der IBH-Immobilienfonds die Rede?

Mit welcher Legitimation versucht die FD Treuhandgesellschaft mbH eine offenkundig überstürzte Auflösung der IBH-Fonds zu initiieren? Wer ist dabei der Nutznießer? Hängt es etwa auch damit zusammen, dass Darlehen von IBH-Anlegern bei der Gallinat – Bank AG mittlerweile an die Gallinat Kredit Management C.V. in den Niederlanden veräußert und abgetreten worden sind und jetzt Kasse gemacht werden soll? Auch hier ist übrigens der FD Treuhandgesellschaft-Geschäftsführer Michael J. J. S. aktiv. Allerdings diesmal als Geschäftsführer der FinanzDesk Kredit Management GmbH, die die Interessen der Gallinat Kredit Management C.V. vertritt. Auch dies sollten sich IBH-Anleger bei der Bewertung der Sachlage klar machen. Dies ist nach unserer Meinung eine ganz klare Interessenkollision und disqualifiziert Michael J. J. S. als Geschäftsführer der FD Treuhandgesellschaft!

Ebenso ist zu bedenken, dass IBH-Anleger bei der Vollmachterteilung an die FD Treuhandgesellschaft weitgehend auf weitere Einflussmöglichkeiten verzichten. So erhielte die FD Treuhandgesellschaft das „umfassende Recht im Namen der Vollmachtgeber aufzutreten“ und „mit Rechtswirksamkeit für die Vollmachtgeber Erklärungen abzugeben“. Weiterhin umfasst die Vollmacht die „Befugnis, Erklärungen und Schriftstücke, z. B. Kündigungen und Einladungen zu Gesellschafterversammlungen, mit rechtsverbindlicher Wirkung für die Vollmachtgeber entgegenzunehmen.“ Wie erfährt man dann als IBH-Anleger was läuft, wenn man schon über ein Jahrzehnt schlecht oder gar nicht informiert wurde?

Genauso bedenklich ist die Berechtigung des Vollmachtnehmers, Satzungsänderungen vorzunehmen und die Abberufung, Bestellung und den Aufgabenkreis der Funktionsträger und deren Vergütung zu bestimmen. Dies betrifft auch den Liquidator der Fondsgesellschaft. Allerdings ist damit noch nicht Schluss! Vielmehr sollen für die Vollmachtgeber alle weiteren Handlungen vorgenommen werden, „die zur Auflösung und Beendigung der Gesellschaft sowie zur Auseinandersetzung der Gesellschafter notwendig sind, das gilt auch, soweit damit Kosten verbunden sind.“ Also auch noch Kosten, die unüberschaubar sind. Ist das seriös? Welche Erfahrungen kann man da als IBH-Anleger wohl machen?

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass damit IBH-Anleger ihre Einflussmöglichkeiten verlieren könnten. Vielmehr geht es jetzt darum für Transparenz zu sorgen! Von Transparenz kann bisher nicht die Rede sein! Was ist bei den einzelnen IBH Immobilienfonds eigentlich los? Gibt es aktuelle Geschäftsberichte? In welchen Immobilienobjekte wurde investiert und wie ist dort die Lage? Wie lange sollen die IBH Immobilienfonds noch laufen? Warum werden bisher keine IBH Immobilienfonds-Gesellschafterversammlungen durchgeführt?

Hier müssen endlich Zahlen, Fakten, Daten auf den Tisch, damit IBH-Anleger seriöse Entscheidungen treffen können. Gesondert für jeden der einzelnen IBH-Fonds und immer Schritt für Schritt!

Und was können IBH-Anleger jetzt tun?Auch wenn Schadenersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler 10 Jahre nach Fondsbeitritt verjähren, haben die Anleger weiter ihre Gesellschafterrechte und können diese auch ausüben. So kann die Möglichkeit bestehen, aus wichtigem Grund die Gesellschaftsbeteiligung zu beenden. Sobald man kein Fondsgesellschafter bzw. GbR-Gesellschafter mehr ist, besteht auch keine Zahlungsverpflichtung mehr und der Alptraum kann ein Ende haben.

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!