IBH Immobilienfonds – Kontroverse zwischen IBH-GF und CT-Treuhänder

IBH Immobilienfonds – Streit zwischen IBH-Geschäftsführer und CT-Treuhand? – Was ist zu tun?

Na sowas! Nach Jahren der Funkstille erhalten die IBH-Anleger jetzt regelmäßig Post von Funktionsträgern, allerdings mit sich offenkundig widersprechenden Aussagen. Dies ist sicherlich eine weitere schlechte Erfahrung und kann zu vielfältigen Problemen führen. Zu welchem Urteil sollen die IBH-Anleger jetzt kommen?

Erst meldet sich der Geschäftsführer der IBH Immobilienfonds Geschäftsführungs– und Verwaltungs GmbH Martin S. mit einem Anlegerinformationsschreiben vom 03.04.2017 und informiert über „aktuelle Änderungen / Ereignisse“.

Aktuelle Änderungen und Ereignisse? So wird vermeldet, dass der langjährige Geschäftsführer der IBH Immobilienfonds Geschäftsführungs– und Verwaltungs GmbH Hans Günter M. überraschend verstorben sei. Herzliches Beileid! Dass dies allerdings schon am 23.08.2015 geschehen ist, bleibt unerwähnt. Wieso wurden die IBH-Anleger nicht früher informiert?

Ebenso viele Fragen wirft die sog. Restrukturierung auf, die „nach ersten Sondierungsgesprächen mit einigen Gesellschaftern“ durchgeführt werden soll. Mit welchen Gesellschaftern werden denn hier Gespräche geführt, die offenkundig Interesse daran haben, dass u.a. der Treuhänder ausgetauscht werden soll?

Desgleichen sind die Umstände eines möglichen Treuhänderwechsels überaus fragwürdig und für die IBH-Anleger möglicherweise mit beträchtlichen Haftungsrisiken verbunden. Von den steuerrechtlichen Implikationen ganz abgesehen!

Nun aber meldet sich aber auch der Geschäftsführer der CT-Treuhand-Steuerberatungsgesellschaft mbH Rudolf L. M. mit Schreiben vom 10.04.2017 bei den IBH-Anlegern und weist auf die Widrigkeiten eines vorschnellen Wechsels des Treuhänders und den Abschluss eines neuen Treuhandvertrages hin. Wie heißt es so schön: „Wir warnen hier ausdrücklich davor, diese Vollmacht ohne Kenntnis des Inhalts eines neuen Treuhandvertrages und ohne zu Wissen, wer der neue Treuhänder sein soll, zu erteilen.“

Hier gibt es offenkundig eine ernste Kontroverse zwischen IBH-Geschäftsführer Martin S. und CT-Treuhand-Geschäftsführer Rudolf L. M. Dies ist umso erstaunlicher, da man ja gemeinsam auch noch die M Rechtsanwaltsgesellschaft mbH betreibt, die uns durch die Vertretung von Fondsgesellschaften bei Auseinandersetzung mit Anlegern aufgefallen ist. So sind sowohl Martin S. als auch Rudolf L. M. Gesellschafter der M Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und Martin S. auch weiter Geschäftsführer. Rudolf L. M. ist im März 2017 als Geschäftsführer ausgeschieden. Gibt es etwa Streit?

Die IBH-Anleger haben ein Anrecht auf Transparenz und sollten sich nicht zum Spielball bei undurchsichtigen Transaktionen machen lassen.

Wer soll eigentlich neuer Treuhänder werden und was qualifiziert ihn für dieses Amt? Wie sieht der wirtschaftliche Hintergrund aus und welche Expertise hat ein möglicher Treuhandkandidat aufzuweisen? Hier sollten die IBH-Anleger ganz genau hinschauen und wir werden es auch tun!

So lange hier keine Klarheit herrscht, ist der Versuch einer vorgeblichen Restrukturierung unserer Meinung nach zum Scheitern verurteilt und IBH-Anleger sollten eine vorschnelle Auswechselung des Treuhänders skeptisch beurteilen.

Allerdings sollte den IBH-Anlegern auch klar sein, dass sie als Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) grundsätzlich der unbeschränkten persönlichen Haftung in ihr gesamtes Vermögen rechnen müssen. Ob dies aus ausweislich der Gesellschaftsverträge wirksam beschränkt wurde, ist noch zu prüfen.

Und was können IBH-Anleger jetzt tun?

Auch wenn Schadenersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler 10 Jahre nach Fondsbeitritt verjähren, haben die Anleger weiter ihre Gesellschafterrechte und können diese auch ausüben. So kann die Möglichkeit bestehen, aus wichtigem Grund die Gesellschaftsbeteiligung zu beenden. Sobald man kein Fondsgesellschafter bzw. GbR-Gesellschafter mehr ist, besteht auch keine Zahlungsverpflichtung mehr und der Alptraum kann ein Ende haben.

Mithin sollten IBH-Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!