IBH Immobilienfonds – Umlaufbeschluss über Millionenverluste?

Schockierende Neuigkeiten für IBH-Anleger: Sollen IBH-Millionenverluste per Umlaufbeschluss genehmigt werden? – Wo bleiben die IBH-Fonds-Jahresberichte? – Nächste Schritte für IBH-Anleger!

Auch jetzt sind IBH-Anlegern wieder neue Schreiben von der IBH Immobilienfonds Geschäftsführungs- und Verwaltung GmbH mit Geschäftsführer Martin S. ins Haus geflattert. Darin ist von einem „Umlaufbeschluss wegen nachträglicher Zustimmung (Genehmigung) des Kaufvertrages …“ die Rede.

Was ist da los? Liest man die Überschrift des Schreibens, so könnte man denken, die IBH-Anleger sollen einer erfolgreichen Grundstückstransaktion in Millionenhöhe zustimmen. Liest man weiter, so wird allerdings mitgeteilt, dass der IBH-Fonds bei der Zustimmung zum Verkauf einen Verlust von über 1,5 Millionen Euro realisieren würde. Wie soll man hier bloß abstimmen?

Was ist der Hintergrund? Der IBH-Fonds investierte ausweislich des Prospekts in Eigentumswohnungen in Chemnitz und in Anteile an einer Immobilienfondsbeteiligung, die ihrerseits wiederrum zwei Grundstücke erworben hatte. Für die ca. 30 % Beteiligung an dem Immobilienfonds wurden seinerzeit knapp 5 Millionen DM aufgewendet. Die anderen knapp 600 Gesellschafter des Immobilienfonds waren weitere Anleger, denen häufig über fragwürdige Vertriebsfirmen, die Immobilienfondsbeteiligung samt Finanzierung vermittelt wurden. Auch hier ist übrigens wieder die Bank beteiligt, die ebenfalls viele IBH-Anleger bereits aus leidvoller Erfahrung kennen.

Nunmehr wurde ein Grundstück aus der Immobilienfondsbeteiligung offenkundig mit erheblichen Verlusten veräußert. Nähere Details werden nicht mitgeteilt. Ob diese verlustreiche Transaktion den IBH-Anlegern zur Genehmigung vorgelegt wurde ist äußerst fraglich. Nun der zweite Streich: Auch Grundstück Nr. 2 aus der Immobilienfonds ist veräußert worden. Und die IBH-Anleger sollen dieser Transaktion zustimmen bzw. den Kaufvertrag im Nachhinein genehmigen.

Man soll also einer Transaktion zustimmen, mit der der IBH-Fonds einen Verlust von über 1,5 Millionen Euro realisieren würde. Aber es kommt noch schlechter! Weiterhin wird mitgeteilt, dass der seinerzeit für knapp 5 Millionen DM erworbene Fondsanteil, damit nur noch einen Verkehrswert von knapp 900.000 Euro hätte. Somit hat sich der Wert der erworbenen Immobilienfondsbeteiligung mehr als halbiert. Wie es dazu kommen konnte und wer das Geschäft seinerzeit eingefädelt hat, ist sicher noch ein interessantes Thema in der weiteren Aufarbeitung des IBH-Komplexes. Was für ein lausiges Geschäft für die IBH-Anleger!

Noch immer fehlen die aktuellen Geschäftsberichte der IBH-Fonds, aus denen sich die IBH-Anleger ein genaues Bild über die Lage der IBH-Fonds machen können. Solange diese nicht vorliegen, ist es sicher nicht seriös, Beschlüsse zu fassen, deren Hintergründe weitergehend im Dunkeln liegen. Welche Erfahrungen sollen die IBH-Anleger dabei machen? Uns würde nicht wundern, wenn die IBH-Anleger mit Ablehnung reagieren.

Warum sollen so weitreichende Entscheidungen eigentlich in Form von Umlaufbeschlüssen gefasst werden? Warum wird nicht endlich eine Gesellschafterversammlung einberufen, in der alle Zahlen auf den Tisch kommen? Was macht die Geschäftsführung der IBH-Fonds? Scheut sie eine Diskussion mit den IBH-Anlegern? Welche Rolle spielen die Banken in diesem Drama?

Hier müssen endlich Zahlen, Fakten, Daten auf den Tisch, damit IBH-Anleger seriöse Entscheidungen treffen können. Gesondert für jeden der einzelnen IBH-Fonds und immer Schritt für Schritt!

Und was können IBH-Anleger jetzt tun?

Auch wenn Schadenersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler 10 Jahre nach Fondsbeitritt verjähren, haben die Anleger weiter ihre Gesellschafterrechte und können diese auch ausüben. So kann die Möglichkeit bestehen, aus wichtigem Grund die Gesellschaftsbeteiligung zu beenden. Sobald man kein Fondsgesellschafter bzw. GbR-Gesellschafter mehr ist, besteht auch keine Zahlungsverpflichtung mehr und der Alptraum kann ein Ende haben.

Mithin sollten IBH-Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!