HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG – Bilanzen 2015

 

HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG – Erschreckende Bilanzen 2015! – Verjährung droht, letzte Chance zum Ausstieg für HCI-Anleger!

Was ist denn nun tatsächlich mit dem HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG los? Welche Möglichkeiten zum Fondsausstieg haben HCI-Anleger? Kündigung, Widerruf oder Schadenersatz? Droht die Verjährung der Ansprüche im Jahre 2017? Man kann gut verstehen, wenn sich HCI-Anleger immer wieder diese Fragen stellen.

Lassen wir Zahlen, Daten und Fakten sprechen! Bevor wir uns allerdings die erschreckenden Bilanzen 2015 genauer ansehen, sollten wir gemeinsam noch einen kurzen Blick in die Vergangenheit werfen.

Im Jahre 2007 wurde durch die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft für Immobilien mbH der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG aufgelegt.

Die Anleger der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG sollten sich an einem Immobilienfonds beteiligen, der wiederrum eine unmittelbare Beteiligung an der HCI Real Estate BRIC Pooling GmbH & Co. KG hält. Diese wiederrum erwirbt Unternehmensbeteiligungen an ausländischen Zielfondsgesellschaften. Bei diesen war aber zum Zeitpunkt der Fondszeichnung noch nicht klar, woran sie sich tatsächlich beteiligen. Ein klassischer Blindpool also, man kauft die Katze im Sack und ist auf Gedeih und Verderb dem Fondsmanagement ausgeliefert.

Investitionen in BRIC-Staaten? BRIC ist das Kürzel für Brasilien, Russland, Indien und China. Hier hören HCI-Anleger ja auch eher Warnungen. Brasilien in der Rezession, Russland kämpft mit niedrigen Rohstoffpreisen und China ist häufig auch eine Blackbox für Investoren.

Leider hat sich der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG überhaupt nicht nach den Erwartungen der HCI-Anleger entwickelt. So wurden die versprochenen Ausschüttungen nicht prospektgemäß geleistet. Die HCI-Anleger sind schwer enttäuscht und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Immobilienfondsinvestoren teilen.

Schauen wir uns nun aber einmal genauer die Bilanz 2015 der HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG an und machen einen Faktencheck. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass Ende 2016 gerade erst einmal die Bilanz des Jahres 2015 veröffentlicht wurde. Und nun sind wir schon im Geschäftsjahr 2017! Sei es drum, der Blick in die Bilanzen 2015 ist aufschlussreich genug!

Obwohl Kapitalanteile der Kommanditisten über 100 Millionen Euro (im Anhang der Bilanz sogar über 134 Millionen Euro) ausgewiesen werden, finden wir nur ein Anlagevermögen von gut 88 Millionen Euro in der Bilanz.

Und das Jahresergebnis: Schlappe 1,5 Millionen Euro Gewinn, dem aber ein Verlust in 2014 von über 6,1 Millionen Euro gegenübersteht. Aber es kommt noch schlechter!

Blickt man in die Bilanz 2015 der HCI Real Estate BRIC Pooling GmbH & Co. KG wird es noch deprimierender. Wir erinnern uns, die HCI Real Estate BRIC Pooling GmbH & Co. KG war die Investitionsgesellschaft, die in die Zielfonds investieren soll. Und hier sind nur noch Finanzanlagen in Höhe von ca. 68 Millionen Euro ausgewiesen. 88 Millionen Euro bei der Muttergesellschaft und nur 68 Millionen Euro bei der Tochtergesellschaft. Wie ist das zu erklären?

Und das Jahresergebnis bzw. der Jahresfehlbetrag: 3.136.527,87 Euro in 2015 und über 8.410.481,84 Euro Miese in 2014. Das ist eine überaus lausige Bilanz und gibt Anlass zur Sorge für die HCI-Anleger!

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den HCI-Anlegern zu denken geben. War das Geschäftsjahr 2016 noch schlimmer? Womit müssen die HCI-Anleger noch rechnen? Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die HCI-Anleger kommen?

Demzufolge befinden sich die HCI-Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Immobilienfonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Nunmehr wird klar: Die Immobilienfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die HCI-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch beim HCI Real Estate BRIC GmbH & Co. KG nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!


PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!