Grüezi-Schrottimmobilien-Prozess, 32. Verhandlungstag

Grüezi-Schrottimmobilien-Prozess (32. Verhandlungstag)! – Einblick in Grüezi-Geschäftsabläufe!

An Verhandlungstag 32 wurde das Beweisprogramm der Strafkammer weiter abgearbeitet, nach dem sich die Verfahrensbeteiligten in Saal B 129 im Neubau des Kriminalgerichts Moabit eingefunden hatten.

Zu Beginn der Sitzung wurde für einen der Angeklagten, der Antrag gestellt, die Meldeauflagen aufzuheben. Dieser Antrag wird von der Kammer später beschieden.

Im Anschluss gab der Verteidiger von Roman D. eine Erklärung zu einer Zeugenaussage des 31. Verhandlungstages ab und stellte dabei insbesondere den Tatvorwurf des bandenmäßigen Betruges in Zweifel.

Im Nachgang sollte ein weiterer Zeuge vernommen werden, der allerdings von seinem Zeugnisverweigerungsrecht nach § 55 StPO Gebrauch machte.

Nächster Zeuge war ein ehemaliger Buchhalter der Firma Grüezi, der später auch die Leitung der Buchhaltung übernahm. Dabei wurden u. a. auch Darlehensverträge bearbeitet. So wurden auch Darlehen an Vertriebe in fünfstelliger Höhe ausgereicht. Damit sollten u. a auch mögliche Rückabwicklungen von Kaufverträgen unterstützt werden. Zu den Werten von Immobilien konnte der Zeuge keine Informationen geben und hatte auch keine Kenntnis über deren eventuelle Veränderung. Nach diesen Einlassungen wurde der Zeuge unvereidigt entlassen.

Im Anschluss wurde wieder einmal der Vertreter des Landeskriminalamtes (LKA) als Zeuge vernommen.

Er berichtete u.a. über die Vernehmung von Marian B. und berichtete dabei, dass diverse Rechtsanwälte Strafanzeigen gestellt hatten.

So wurden durch die Angeklagten auch Firmennamen geändert, um die Vertriebstätigkeit weiterführen zu können. Anlegeranwälte hatten immer wieder über die Geschäftspraktiken berichtet und damit das Geschäft wesentlich erschwert. So wurde später auch eine Firma in Zypern gegründet. Marian B. war Verkäufer und Katja R. kümmerte sich um den Rest.

Durch den LKA-Beamten wurde wieder versichert, dass alles so protokolliert wurde, wie es gesagt wurde. Dann wurde das Protokoll vom Beschuldigten gelesen, kontrolliert und unterschrieben. Soweit die Beschuldigten bei ihrer Vernehmung mit einem Verteidiger erschienen sind, kontrollierte auch dieser das Protokoll und unterschrieb ebenso.

Der LKA-Zeuge wurde vorläufig entlassen und die Vernehmung wird später fortgesetzt.

Die Sitzung wird am 23.11.2015 um 9:15 Uhr im Saal B 129 fortgesetzt und wir werden weiter berichten.