FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" und MS "ANDINO" – Schiffsverkauf und Liquidationsverfahren!

So lässt sich der Totalverlust verhindern!

Fahren die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG in die Insolvenz, werden sich viele FHH-Fonds-Anleger immer wieder gefragt haben. Wie geht es weiter mit dem MS "ALGARROBO" und dem MS "ANDINO"? Schiffsverkauf und Liquidationsverfahren?

Allerdings die Krisenzeichen mehrten sich schon lange! Millionenverluste mussten bilanziert werden und von den Versprechungen der Anlageberater wurde leider keines eingelöst. So bleiben von den Werbeworten im Prospekt nur schlechte Erinnerungen. Dies ist eine miese Erfahrung und nicht seriös!

Schauen wir noch einmal kurz zurück: Das Emissionshaus Fondshaus Hamburg hat im Jahre 2008 die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG aufgelegt. Das Fondsvolumen beträgt ca. 80 Millionen Euro. Dabei haben die FHH-Fonds-Anleger gut 35 Millionen Euro investiert. Weiterhin hat der Fonds Fremdkapital über ca. 45 Millionen Euro aufgenommen.

Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen FFH-Fonds-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

In den Geschäftsjahren 2013, 2014 und 2015 konnten Tilgungsleistungen und Zinszahlungen nicht erbracht werden und es musste konstatiert werden, dass die am Chartermarkt erzielbaren Charterraten keinesfalls ausreichten, um neben dem Schiffsbetrieb den Kapitaldienst zu gewährleisten.

Sobald die Bank nicht mehr bereit ist, weitere Stundungen zu dulden, sind die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG von der Insolvenz bedroht. Und dies ist ein Szenario, dass andere FHH-Fonds-Anleger schon erleiden mussten.

Im Juni 2015 hat die Bank schließlich der Geschäftsführung mitgeteilt, dass eine Restrukturierung des Darlehens nicht mitgetragen wird und sämtliche ausstehenden Beträge gezahlt werden müssen. Lediglich aufgrund der Gesellschafterbeschlüsse zum Verkauf der Schiffe wurde die Rückzahlungsfrist bis Juni 2016 verlängert.

Nun also mussten die Fondsschiffe MS "ALGARROBO" und dem MS "ANDINO" verkauft werden. Allerdings waren die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten höher als der Wert der Schiffe im Anlagevermögen. Der Verkauf der Schiffe wurde im Juni 2016 umgesetzt.

Und nun also das Liquidationsverfahren für die FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG zum 01.01.2017.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den FHH-Fonds-Anlegern zu denken geben Was bedeutet dies für die FHH-Fonds-Anleger? Müssen sie sich damit abfinden, dass die FHH-Fonds kläglich abgesoffen sind oder gibt es einen Ausweg den Totalverlust zu verhindern?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile der FHH-Fonds wurden u.a. auch durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die FHH-Fonds-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der FHH Fonds Nr. 39 MS "ALGARROBO" GmbH & Co. KG und der FHH Fonds Nr. 39 MS "ANDINO" GmbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!