Euro Grundinvest Informationsveranstaltung am 21.02.2017 liefert keine Aufklärung!

EGI-Funktionsträgergesellschaften pleite? - Wie Euro Grundinvest-Anleger jetzt abstimmen können!

 

Wo sind die ca. 100 Millionen Euro geblieben, die von rund 4.500 Anlegern der Euro Grundinvest-Gruppe eingesammelt wurden? Dies ist die Frage, die sicher die EGI-Anleger im Vorfeld der Informationsveranstaltung am meisten bewegt hat.

 

Eingeladen wurden die Anleger der folgenden Euro Grundinvest-Fonds:

 

  • Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Deutschland 17 Private Placement GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Deutschland 20 GmbH & Co. KG

 

Bei der Euro Grundinvest-Informationsveranstaltung am 21. Februar 2017 im Le Mèridien in München wollte das Euro Grundinvest-Management rund um Sven Donhuysen für Aufklärung sorgen.

Nur ein kleiner Teil der Euro Grundinvest-Gesellschafter und der Euro Grundinvest-Genussrechtszeichner hatte sich in München im Le Mèridien eingefunden, um endlich Antworten auf ihre drängenden Fragen zu erhalten.

Auch in der fast vierstündigen Informationsveranstaltung ist es dem Euro Grundinvest-Management auch diesmal nicht gelungen, Licht ins Dunkel der dubiosen Aktivitäten von Malte Hartwieg und Consorten zu bringen.

Auch bei den Objektgesellschaften musste vielfach wieder konstatiert werden, dass die meisten Projekte der Euro Grundinvest Gruppe (EGI) für die Anleger mit erheblichen Verlusten verbunden waren. Als Status musste leider sehr oft vermeldet werden: „Projekt nicht fertiggestellt!“ Und dies obwohl den Anleger suggeriert wurde, sie würden sich am boomenden Münchener Immobilienmarkt beteiligen. Viele EGI-Anleger konnten darauf nur noch mit einer Mischung aus Entsetzen und Galgenhumor reagieren.

Vielfach wurden EGI-Anlegergelder munter zwischen den Objektgesellschaften hin und her transferiert, so dass zu befürchten ist, dass Vermögensverschiebungen zu Lasten der Euro Grundinvest-Anleger erfolgt sind. Auch warum EGI-Gelder nach Mallorca umgeleitet wurden und dort in nicht prospektierte Hotelbauten geflossen sind, blieb im Dunkeln. Hierzu konnte keine weitere Aufklärung geliefert werden. Es bleibt wohl die Aufgabe der Staatsanwaltschaft München hier weiter zu ermitteln.

Ebenso musste deprimierender Weise vermeldet werden, dass noch nicht einmal die Jahresabschlüsse 2014 fertiggestellt werden konnten. Auch hier stochert das Euro Grundinvest-Management um Sven Donhuysen anscheinend weiter im Nebel. Wann die EGI-Jahresabschlüsse nun endlich den EGI-Anlegern vorgelegt werden können, blieb weiter vollkommen unklar.

Das Euro Grundinvest-Management war nicht in der Lage, konkret für jede einzelne Euro Grundinvest-Fondsgesellschaft die genauen Finanzströme darzulegen und über die eventuell noch vorhandenen Vermögenswerte Rechenschaft abzulegen. Vielfach wurde nur darauf verwiesen, dass die Euro Grundinvest-Fondsgesellschaften eine stille Beteiligung an einer Objektgesellschaft gezeichnet hätten, über deren Werthaltigkeit keine Auskunft erteilt werden könnte. So weit, so schlecht!

Das einzige was klar zu sein scheint, ist das für die EGI-Funktionsträgergesellschaften der EGI-Fonds Insolvenzanträge durch das EGI-Management gestellt wurden. Das Insolvenzgericht München hat nach Auskunft des EGI-Managements einen Gutachter bestellt, der die Insolvenzgründe prüft. Auch wenn dies noch etwas dauern kann, besteht das Risiko, dass Insolvenzverfahren eröffnet werden und die EGI-Funktionsträgergesellschaften aus den EGI-Fonds ausscheiden müssen.

Das Ausscheiden der EGI-Funktionsträgergesellschaften aus den EGI-Fonds kann ungeahnte rechtliche Folgen für die Euro Grundinvest Fondsgesellschaften, als auch für die EGI-Gesellschafter haben. Aus diesem Grunde ist zur Risikominderung, aus unserer Sicht, ein Austausch der Funktionsträgergesellschaften nachvollziehbar.

Warum dazu keine Präsenz-Gesellschafterversammlungen einberufen werden, können wir nur schwer verstehen, da es sich um eine tiefgreifende Änderung der Gesellschaftsstrukturen handelt. Die EGI-Gesellschafter bzw. Kommanditisten müssen diskutieren und unmittelbar abstimmen können. Allein mit Zeitnot und der Gefahr einer Insolvenzeröffnung bei den Funktionsträgergesellschaften zu argumentieren, ist nicht überzeugend. Zumal sich das schriftliche Umlaufverfahren nicht durch besondere Transparenz auszeichnet.

Wie soll das jetzt geplante schriftliche Umlaufverfahren ablaufen? Hierzu wurden im Vorwege vom EGI-Management den Anlegern der Euro Grundinvest Fonds Stimmkarten mit Beschlussvorlagen zum Austausch der Funktionsträgergesellschaften und zur Einsetzung eines Beirats übersandt. Bis zum 28.02.2017 sollen die EGI-Anleger im schriftlichen Umlaufverfahren abstimmen und ihre ausgefüllte Stimmkarte an die Euro Grundinvest übersenden.

Hier muss sich jeder EGI-Anleger selbst prüfen, ob und wie er im schriftlichen Umlaufverfahren abstimmt. Fraglich ist auch, ob die notwendigen Mehrheiten erreicht werden oder ob nicht im Nachgang doch noch Präsenzgesellschafterversammlungen einberufen werden müssen. Ende offen!

Will man sich diese Litanei als leidgeprüfter Anleger der Euro Grundinvest (EGI) weiter antun? Wohl eher nicht! Was können nun die Anleger der Euro Grundinvest (EGI) tun?

Auch vom Euro Grundinvest-Management wird mittlerweile eingeräumt, dass Schadenersatzansprüche gegenüber den Gründungsgesellschaftern (Treuhandkommanditistin, Komplementärin usw.) und auch Malte Hartwieg persönlich bestehen, die außerdem schon in rechtskräftigen Urteilen des Landgerichts und Oberlandesgerichts München bestätigt wurden.

Ebenso sind Schadenersatzansprüche gegen die Initiatoren, Vertriebe und Berater zu prüfen und geltend zu machen. Sind die EGI-Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die EGI-Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!