Eklat bei Prokon Gläubigerversammlung

Stand: 28.07.2014

Auf der Gläubigerversammlung der Prokon am 22.07.2014 wollte das Gericht auf Nummer sicher gehen. Rund 15.000 Stimmen des als Rodbertus-Vertrauten bezichtigten Genussrechtsinhabers Alfons Sattler wurden vom Insolvenzgericht für ungültig erklärt. Die sofortigen Rechtsbehelfe der Anwälte wurden zurückgewiesen. Das Gericht peitschte seine Beschlüsse durch.

Zum erhofften Vergleich der Sanierungskonzepte Penzlin und Prokongründer Carsten Rodbertus kam es nicht. Die Anhänger von Rodbertus hatte man mit diesem rechtlich fragwürdigen Schritt weitgehend kalt gestellt.

So wurde dann der Insolvenzverwalter Dr. Penzlin mit überwältigender Stimmenmehrheit bestätigt. Einen Insolvenzplan will er im Frühjahr nächsten Jahres vorlegen.

Abzuwarten bleibt, ob 15.000 Anleger, die das Gericht kurzer Hand entmündigt hat, sich das gefallen lassen werden. Die Unterstellung des Gerichts, bei diesen 15.000 Anlegern handele es sich letztlich um willenlose Parteigänger von Rodbertus, werden viele mit Empörung zurückweisen.