BWF-Stiftung – TMS – EVVE e.V. - Insolvenzverfahren!

Stand: 10.04.2015

BWF-Stiftung – Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. - Insolvenzverfahren! – Verfügungsverbot! – Was wird aus der Rückabwicklung?

Nachdem durch die Staatsanwaltschaft Berlin und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei einem Großeinsatz wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges sowie des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz (KWG).mit 120 Polizeibeamten Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin und Köln erfolgreich vollstreckt wurden, folgt nun der nächste Paukenschlag.

Mit Beschluss vom 26. März 2015 hat das Amtsgericht Charlottenburg (Insolvenzgericht) die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. („BDT e.V.“) unter dem Aktenzeichen 36b IN 1350/15 angeordnet. Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff wurde zum vorläufigen Verwalter bestellt. Dies ist für die Anleger eine überaus schlechte Erfahrung und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Folgewirkungen damit verbunden sind.

Im Blickpunkt bisheriger Betrachtungen stand immer die sog. „BWF-Stiftung“ (Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung). Die Abwicklungsverfügung der BaFin erging allerdings gegen den Verein Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. (BDT e.V.), vertreten durch den Vorstand Matthias Over. Hierzu gibt es immer wieder Irritationen über die Verbindung von Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. und der „BWF-Stiftung“.

Der Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. (BDT e. V.) ist ein eingetragener Verein im Vereinsregister in Köln. Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung („BWF-Stiftung“) ist dagegen eine unselbständige Stiftung. Bei einer unselbständigen Stiftung handelt es sich um ein Gebilde, das selbst nicht rechtsfähig ist. Mithin wurden die Gold-Verträge von der BDT e.V. geschlossen und das Vermögen der BWF-Stiftung als sog. Sondervermögen treuhänderisch verwaltet. Mithin wird es auch von dem vorläufigen Insolvenzverfahren umfasst.

Allerdings werden schon jetzt vom vorläufigen Insolvenzverwalter erhebliche Zweifel geäußert, ob sich der „BWF-Stiftung“ überhaupt noch Sondervermögen zuordnen lässt. Diese Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Weiterhin sollten die Anleger noch einmal genau prüfen, mit wem bzw. welcher Gesellschaft sie tatsächlich ihre Gold-Verträge abgeschlossen haben. Denn durch den Abwickler der „BWF-Stiftung“ wurde darauf hingewiesen, dass er für Anlagegeschäfte mit anderen Gesellschaften, insbesondere der BWF Kapitalholding GmbH nicht zuständig sei. Dies gilt natürlich auch für Anleger aus dem Komplex TMS Dienstleistungs GmbH.

Die Anleger sind weiter mit einer Vielzahl von Akteuren konfrontiert, die leider nicht bereit oder in der Lage sind, ihre brennenden Fragen kurzfristig zu beantworten. Wie gehen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen weiter? Muss ich eine Strafanzeige stellen? Sind Vermögenswerte von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden, auf die geschädigte Anleger später zurückgreifen können? Warum sind die Beschuldigten nicht in Untersuchungshaft? Wie arbeitet der BaFin-Abwickler? Muss ich meine Forderungen bei ihm anmelden oder bekomme ich eine Benachrichtigung über die Rückabwicklung? Was passiert, wenn sich herausstellt, dass die BWF-Stiftung pleite ist und das Insolvenzverfahren eröffnet wird? Wer kommt als Haftungsadressat noch in Frage? Haften die Initiatoren mit ihrem Privatvermögen? Müssen die Vermittler Schadensersatz leisten? Fragen über Fragen?

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.