Baxter Sachwert GmbH & Co. KG – Insolvenzverfahren eröffnet!

Sicherheiten ohne Wert! - Was Baxter-Anleger jetzt tun müssen!

Lange hat es gedauert, doch nun wurde endlich doch das Insolvenzverfahren eröffnet. Bereits im Januar 2016 wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Rund 400 Baxter-Anleger haben rund 9,1 Millionen Euro in ein fragwürdiges Geschäftsmodell investiert und erwarten nun Antworten auf ihre dringenden Fragen.

Wie schon prognostiziert, erwartete den vorläufigen Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus ein ganzes Netzwerk von Baxter-Firmen. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters war die Recherche der Vermögensverhältnisse sehr aufwendig. Schon aus diesem Grunde dauerten die Ermittlungen mehrere Monate. Ebenso komplex sind die Fragestellungen, die sich aus der gesellschaftsrechtlichen Verflechtung der Baxter Sachwert GmbH & Co. KG ergeben.

Das Geschäftsmodell der Firma Baxter Sachwert GmbH & Co. KG sollte darin bestehen, den Immobilienmarkt für Privatinvestoren zu erschließen. Hierzu gab es zwei Produktlinien: Capital Expansion und Ratable Loan. Die Nachrangdarlehen als Kapitalanlage sind mit speziellen Risiken verbunden. Die Anleger sind in Wohl und Weh auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft angewiesen. Mithin verbindet sich mit dieser Kapitalanlage das Risiko des Teil- oder gar des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals.

Die Baxter-Anleger sollten als Sicherheit eine Teilabtretung einer eingetragenen Grundschuld an erster Rangstelle eines unbelasteten Bestandsobjekts in voller Höhe seines Darlehensbetrages erhalten. Diese Teilgrundschulden sollten von einem deutschen Notar treuhänderisch verwaltet werden. Ebenso wurde damit geworben, dass es sich um eine mündelsichere Geldanlage handele und die Immobilien nur zu 80 % mit Grundpfandrechten belastet werden. Ebenso wurde mit einer Ausfallversicherung geworben, die allerdings zu keinem Zeitpunkt bestand. Alles leere Versprechungen und eine schlechte Erfahrung für Baxter-Anleger!

Nun muss aber der Insolvenzverwalter vermelden, dass die Immobilien weit über Wert belastet sind und mithin eine Verwertung im Insolvenzverfahren zur Befriedigung der Baxter-Anleger nicht durchführbar ist. Vielmehr müssen die Immobilien aus der Insolvenzmasse nach Eröffnung des Verfahrens freigegeben werden. Dann könnten Baxter-Anleger versuchen, die Zwangsversteigerung zu betreiben, allerdings mit ungewissen Erfolgsaussichten.

Nunmehr befindet sich die Firma Baxter Sachwert GmbH & Co. KG (vormals Anderson fünfte deutsche Grundwert GmbH & Co. KG) wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Insolvenzverfahren. Beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg wurde am 21.10.2016 im Insolvenzverfahren angeordnet, dass Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus aus Berlin als Insolvenzverwalter bestellt wird.

Das Insolvenzverfahren wird am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter dem Aktenzeichen 36b IN 517/16 geführt.

Die Insolvenzgläubiger werden aufgefordert, Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bis zum 09.01.2017 bei dem Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden.

Der Berichtstermin findet am 07.12.2016 um 13:00 Uhr im Amtsgericht Berlin-Charlottenburg in Sitzungssaal 218 statt.

Das ist allerdings nur der Anfang!

Auch die Firma Baxter Holding S.E. befindet sich im Insolvenzverfahren. Beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg wurde am 02.11.2016 angeordnet, dass Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus aus Berlin als Insolvenzverwalter bestellt wird.

Das Insolvenzverfahren wird am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter dem Aktenzeichen 36b IN 918/16 geführt.

Was können Baxter-Anleger nun tun?

Die Baxter-Anleger können ihre Forderungen form- und fristgerecht beim Insolvenzverwalter anmelden. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass bei Unternehmen die wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung mit Insolvenzverfahren konfrontiert sind, meist nur noch kleine Teile der ursprünglichen Forderung an die Insolvenzgläubiger als Insolvenzquote ausgekehrt werden. Dies ist allerdings kein Grund zu resignieren.

Wesentlich aussichtsreicher kann die Möglichkeit sein, Forderungen gegen Verantwortungsträger der Baxter-Gruppe zu prüfen. Ebenso könnten Ansprüche gegen die vielfach eingesetzten Vertriebsfirmen bestehen. Der Anlageberater muss seine Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Ob dies bei dem komplexen Geschäftsmodell der Fall war, wird im Einzelfall zu prüfen sein. Sollte den Kunden hier eine falsche Sicherheit vorgegaukelt worden sein, sind die Vertriebe in der Haftung. Ebenso kann man über die mögliche Haftung der Notare nachdenken, die die als Sicherheit abgetretenen Teilgrundschulden treuhänderisch verwaltet haben.

Die Hiobsbotschaften aus dem Baxter-Firmengeflecht mehren sich und viele Anleger der Baxter stellen sich die bange Frage: „Ist meine Baxter-Anlage auch von der Pleite der Baxter Sachwert GmbH & Co. KG betroffen?“.

Es ist nun an Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus Licht ins Dunkel zu bringen und die Gläubiger der Baxter Sachwert GmbH & Co. KG über den Fortgang des Insolvenzverfahrens zu informieren.

Wenn schon der Insolvenzverwalter von „geprellten Anlegern“ berichtet, wäre es nicht verwunderlich, wenn auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird und die Ermittlungsbehörden tätig werden.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

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