AFD Allgemeiner Finanzdienst hat Anleger falsch beraten!

Stand: 18.09.2014

Schlechte Erfahrungen mit dem AFD! Landgericht München verurteilt AFD zur Rückabwicklung der SHB-Fondsbeteiligungen!

„Ihr Vertrauen ist unser Ziel“ ist das AFD-Motto und die Firmenphilosophie. Kann man das glauben?

Seitdem sich bei den SHB-Fonds die Schwierigkeiten mehren und das Krisenmanagement immer aufwendiger wird, steht der AFD unter Druck. Wie wird dies von den Anlegern des AFD bewertet?

Der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 Plus KG befindet sich in der Liquidation und zunehmend werden Klagen von Anlegern gegen den AFD geführt. Ein Grund mehr, ein Urteil des Landgerichts München gegen den AFD Allgemeiner Finanzdienst näher zu beleuchten.

Anleger, haben nach einer Beratung durch den AFD, Beteiligungen an der SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. BusinessPark Stuttgart KG gezeichnet.

Bei der Anlage handelte es sich um einen Ratensparvertrag, bei dem ein Teil der Zeichnungssumme, sofort gezahlt werden musste und dann monatliche Sparraten in den Fonds eingezahlt wurden. Damit die Einmalzahlung erbracht werden konnte, wurden die Anleger aufgefordert, sichere Sparanlagen zu kündigen und die Guthaben in den Fonds einzuzahlen. Sichere Geldmarktfonds und Bausparverträge wurden unter Mitwirkung des AFD in eine Beteiligung mit Totalverlustrisiko umgeschichtet.

Die Anleger gingen fälschlicherweise davon aus, eine sichere Anlage gezeichnet zu haben und erst nach einer rechtlichen Beratung, wurde ihnen klar, welchem Risiko sie ihr Geld ausgesetzt haben. Daraufhin verklagten sie den AFD Allgemeiner Finanzdienst und dieser wurde erwartungsgemäß auch zur Rückabwicklung und Schadenersatz verurteilt.

Das Landgericht München ließ die absurden Einlassungen des AFD nicht gelten. So wurde behauptet, man wäre nicht der richtige Beklagte und hätte mit der falschen Beratung der Anleger nichts zu tun. Das ist das Motto des AFD „Ihr Vertrauen ist unser Ziel“ also wert! Hier wurde das Vertrauen der Anleger sträflich missbraucht.

Durch das Münchner Gericht wurde festgestellt, dass die Kläger einen Anspruch auf Schadenersatz wegen Verletzung von Aufklärungspflichten aus einem Beratungsvertrag gemäß §§ 280 Abs. 1, 311 BGB haben.

Der beklagte AFD hatte die Pflicht, die klagenden Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten.

Eine anlegergerechte Beratung durch die AFD fand nicht statt. Die Kläger wollten eine sichere Anlage zum Vermögensaufbau zeichnen und ihr Geld nicht einem Totalverlustrisiko aussetzen. Stattdessen wurden sichere Geldanlagen gekündigt und in die unsicheren Fondsbeteiligungen der SHB umgeschichtet.

Ebenso war die Beratung nicht anlagegerecht. Der Berater der AFD hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und das Risiko der Nachschusspflicht aufklären müssen.

Auch die Behauptung des AFD, man hätte einen Prospekt überreicht, konnte das Gericht nicht überzeugen. Selbst wenn der Prospekt rechtzeitig ausgehändigt worden wäre, ist dies kein Freibrief für Vermittler, Risiken abweichend darzustellen und mit ihren Erläuterungen, die Hinweise im Prospekt zu entwerten. Auch im vorliegenden Fall hat der AFD-Berater die Anlage als sicher dargestellt und damit eine Pflichtverletzung begangen. Nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB muss der Beklagte darlegen und beweisen, dass sie die genannten Pflichtverletzungen nicht zu vertreten hat. Dies ist dem AFD nicht gelungen.

Der Anspruch war auch nicht verjährt, da die Kläger erst nach vielen Jahren vom dem Totalverlustrisiko erfahren haben und die Anlage für sie vollkommen ungeeignet war. Die Beweislast für die Behauptung, dass die Kläger schon früher Kenntnis von diesen Fakten hatten, trägt die Beklagte. Dies konnte die AFD nicht beweisen. Insbesondere ist es für eine grob fahrlässige Unkenntnis um Sinne des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB auch nicht ausreichend, wenn dem Kläger der Prospekt zur Verfügung stand und sie die Risiken der Beteiligung hätten zur Kenntnis nehmen können.

Die Kläger konnten von der Beklagten verlangen, so gestellt zu werden, als hätten sie die Anlageentscheidung nicht getroffen. Die Kläger haben ein Recht auf die Rückabwicklung der Beteiligungen, Zug um Zug gegen Rückübertragung der Beteiligungen.

Gleichwohl gehen die Geschäfte munter weiter! Der AFD Allgemeiner Finanzdienst bzw. die IV Innovative Vertriebskonzepte Aktiengesellschaft vermitteln nunmehr die IFK Sachwertfonds. Ob hier auch das Motto gilt: „Ihr Vertrauen ist unser Ziel“ Nach allen Erfahrungen muss man große Zweifel haben!

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.