9. Verhandlungstag im Prozess gegen Eupen

Stand:23.04.2013

Am 16.04.2013 wird die Verhandlung gegen Eupen vor dem Strafgericht in Berlin-Moabit fortgesetzt.

Zunächst gibt Eupen seine Erklärungen zu den Aussagen von Siebrand ab.

Es läuft dann die Fortsetzung der Vernehmung von Dramé, der sich bereits am 22.03.2013 geäußert hat. Es geht immer wieder auch um die Frage, wie die Sitzordnung während der Beurkundung bei Eupen gewesen sei. Man stellt ihm die Frage, ob die Eheleute ihn haben anschauen können, also ob sie Blickkontakt aufnehmen konnten oder ob das mutwillig erschwert worden sei.

Dramé berichtete, dass er auch ein privates Verhältnis zu Eupen hatte. Er hat Eupen zu seiner Hochzeit eingeladen.

Auf die Frage, ob die Kunden auch die Rechnung für die Beurkundung bezahlen sollten, spätestens nachdem die Stornowelle angerollt war, bestand nach den Aussagen von Dramé Eupen darauf, dass den Kunden die Rechnung geschickt wird, er könnte ja nicht umsonst arbeiten. Das hätte Eupen dann auch den Kunden erklärt. Wenn die Finanzierung zustande kommt, dann wären die Kosten da drin. Dann bestätigt Drame auch eine Aussage einer früheren Vernehmung, dass Eupen den Kunden erklärt hatte, dass sie auch jederzeit die Wohnung wieder verkaufen könnten.

Termine sind sehr kurzfristig gemacht worden, so erklärt Dramé, einen Tag vorher, manchmal aber auch spontan am selben Tag. Es wusste jeder, wenn ein Kunde kommt, dann geht es auch zum Notar. Von Seiten des Büros KK Royal war es wichtig, dass man auch Termine sehr kurzfristig machen konnte.

Es wird dann die Mitarbeiterin S. aus dem ehemaligen Büro Eupen vernommen. Sie bestätigt, dass es sehr kurzfristige Beurkundungen gab. Über ein Datenblatt wurden ihnen dann per Fax die notwendigen Angaben übermittelt. Sie erinnert sich, dass die Erklärungen zur 14-Tagefrist in der Regel in der Akte waren. Die Urkunden sind 2 bis 3 Tage nach dem Termin versandt worden.

Es hätte auch Widerrufe gegeben. Die sind dann an den Vertrieb bzw. an den Verkäufer weitergeleitet worden. Die Wohnungen sind auch weiterverkauft worden, nachdem der Rücktritt erklärt worden ist. Auch am Wochenende wurde gearbeitet, so bestätigte auch die Zeugin. Die Aufspaltung in Angebot und Annahme wäre die Regel gewesen, nicht nur bei KK Royal.

Ansonsten hätte sie halt ihre Arbeit gemacht, auch, wenn es immer massenhaft Angebote gegeben hätte. Die Termine hätten maximal eine Stunde gedauert. Entsprechend sind auch die Termine im Stundentakt vergeben worden. Sie bestätigte auch, dass Eupen praktisch für alle Berliner Vertriebe gearbeitet hat.