5. Verhandlungstag im Prozess gegen Eupen

Stand:04.04.2013

Zum Auftakt des 5. Verhandlungstages am 26.03.2013 nimmt der Angeklagte Eupen zu den Aussagen des Geschädigten M und Dramé Stellung. Die Aussagen des Zeugen Dramé seien weitestgehend unzutreffend. Immer hätte Eupen Wert darauf gelegt, dass die 14-Tagefrist auch eingehalten ist.

Seit 2006 hätte er für die Grüezi beurkundet. In der zweiten Hälfte 2007 hätte er mit den Vorständen der Grüezi ein persönliches Gespräch gehabt. Er hatte auch mit Rassow und Löbel, den beiden Chefs der Grüezi, Kontakt. Sie suchten neben den Notaren Oehme und Knepel noch einen weiteren Notar für ihr expandierendes Geschäft. Döbele und Rassow hätten ihm erklärt, wie alles abläuft im Vertrieb. Das hätte dann Eupen überzeugt, dass hier ein vernünftiger Verkauf stattfindet. Er hat sogar eine Musterberechnung gesehen mit der Süddeutschen Finanzsoftware. Auch ein Gutachten wurde vorgelegt. Das alles hätte ihn überzeugt, dass hier ein seriöser Vertrieb tätig ist.

Dann wird ein weiteres Geschädigten-Ehepaar als Zeuge vernommen. Beide beschreiben, dass ihnen während des ganzen „Verkaufes“ durch Siebrand nicht bewusst geworden ist, dass sie eine Wohnung kaufen sollten. Siebrand erklärte ihnen, dass sie eine Art Partnerschaft für eine Immobilie übernehmen, da der Staat nicht alles selber übernehmen kann. Sie sind dann zu Eupen gebracht worden.

Spät in der Nacht ist dann der Text vorgelesen worden. Die Zeugen nannten das „runtergerattert“.  Sie hatten beide nicht verstanden, dass es sich bei dem Notartermin der at hoc stattfand, sie hatten den Kaufvertrag nicht 14 Tage vorher, um den Kauf einer Eigentumswohnung handeln würde. Sie sollten dort lediglich ein unverbindliches Angebot angeben.

Nächster Verhandlungstermin ist der 04. April 2013.