29. Verhandlungstag im Prozess gegen Eupen

Stand: 25.09.2013

Am 23.09.2013 wird der Prozess gegen den früheren Notar Eupen vor dem Strafgericht in Berlin Moabit fortgesetzt.

Zu Beginn hatte das Gericht über die Zulassung von Beweisanträgen diskutiert. Die öffentliche Sitzung begann im Anschluss daran.

Es wurden zahlreiche Dokumente von der Vorsitzenden Richterin verlesen, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft zum Beweis der Schuld Eupens eingebracht worden sind. Dazu gehörte die notarielle Beurkundung der Gründung der Steuerschotten GmbH von Kai Klug.

Es wurden Schreiben von Rechtsanwälten, die an Eupen gerichtet waren, verlesen, in denen dieser über die rechtswidrigen Umstände des Zustandekommens der Erwerbsgeschäfte informiert wurde.

Wir erfuhren auch, dass damals Maßnahmen von Seiten der Notarkammer gegen Eupen wegen Verstoßes gegen seine notariellen Aufklärungspflichten vorgenommen wurden. Eupen wurden weitere Beurkundungen untersagt.

Es wurden wieder Eintragungen aus dem Terminkalender von Eupen vorgelesen, in denen eine Vielzahl von Vertrieben als Kontakte im Kalender vermerkt worden sind. Dies beweist einmal mehr, dass Eupen wie kaum ein anderer, der Notar für die Vertriebe gewesen ist.

Es wurden dann noch eine Reihe weiterer Beweisanträge von Seiten der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft gestellt.

Zu seinen persönlichen Verhältnissen von der Vorsitzenden Richterin befragt, erklärte Eupen u.a., dass er derzeit als juristischer Mitarbeiter beim Spandauer Mieterverein tätig ist.

Vor seiner Festnahme war Eupen im Spandauer Mieterverein bereits Mitglied im Präsidium und einer der Sponsoren.

Die Hauptverhandlung wird am 23.09.2013 fortgesetzt