24. Verhandlungstag im Prozess gegen Eupen

Stand: 19.08.2013

Am 08.08.2013 fand der 24. Verhandlungstag im Prozess gegen den ehemaligen Notar Eupen statt. In diesen Tagen wurden wieder geschädigte Anleger als Zeugen vernommen.

Es ist der übliche Ablauf. Sie sollten sich eigentlich an einem Steuersparprogramm beteiligen. Dieses Programm läuft über 10 Jahre. Es handelt sich dabei zwar um eine Wohnung, aber die sollte gleich auf die Bank übertragen werden.

Sie müssten sich schnell entscheiden, da eine Frist abläuft. Deswegen sollten sie ein unverbindliches Angebot abgeben.

An eine 14-Tagefrist (§ 17 Abs. 2a Beurkundungsgesetz) könnten sie sich nicht erinnern. Es sollte nur ein unverbindliches Angebot sein. Die Entscheidung dafür könnten sie später treffen, erklärt der Zeuge. Bei Eupen angekommen, wurden dem Notar dann die Unterlagen von Hon , Kundenbetreuer bei Kai Klug, übergeben.

Später hätten sie eine Strafanzeige erstattet. Sie fühlten sich betrogen.

Nach ihrer Erinnerung sind sie über die Kripo an die Anwaltskanzlei Resch in Berlin verwiesen worden. Dort ist über die Kanzlei Resch DebiProtect Rechtsanwaltsgesellschaft mbH eine außergerichtliche Regelung ermöglicht worden, die schlussendlich unter Einschaltung eines  Maklers und der finanzierenden Bank  den Verkauf der Wohnung ermöglichte.

Dann folgt die Vernehmung der Ehefrau des Geschädigten. Sie bestätigt weitgehend die Aussagen. Sie sind von einem Begleiter zum Notar gebracht worden. Der Notar habe schnell etwas verlesen. Es wurde alles „runtergerattert“, wie die Zeugin sich ausdrückt. Verstanden hätten sie nichts.

Sie hätten zuvor bereits Strafanzeigen erstattet.

Es folgt dann die Vernehmung einer weiteren Zeugin.

Der übliche Ablauf. Auch sie war im Büro gegenüber der Gedächtniskirche. Dann wurde sie von einem ausländischen Typ (sicherlich Dramé, bekannt als der Notarbegleiter) zu Eupen gebracht. Eupen hätte ganz schnell vorgelesen, auch zwischendurch gefragt, ob alles verstanden worden ist. Allerdings auf die Frage, ob denn das eigene Haus auch belastet wird, wurde von Eupen gesagt, das gehört nicht dazu.

Sie hätte einen Rechtsanwalt aufgesucht, der den Vertrag mit der REC aus Liechtenstein, dahinter steht Horst Bogatz, gegen eine Zahlung von 5.000 Euro hätte auflösen können. Der Ehemann der Zeugin bestätigt den Vorgang, vor allen Dingen auch, dass Eupen erklärt hat, dass das eigene Grundstück durch die gekaufte Wohnung nicht betroffen sei.

Sie hätten dann alles gestoppt, auch an Eupen geschrieben. Bogatz rief an. Er wollte den Kaufpreis und hat sich dann später auf eine Vergleichszahlung eingelassen.

Die Verteidigung stellt Beweisanträge, über die das Gericht später entscheiden wird.

Die Hauptverhandlung wird am 23.08.21013, 9 Uhr fortgesetzt.