Wölbern Holland 64

Wölbern Holland 64– Prospekt unvollständig! – Bittere Erfahrungen für Wölbern-Anleger! – Schadenersatz möglich?

 Durch das Emissionshaus Wölbern Invest KG aus Hamburg wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2008 der Immobilienfonds Vierundsechzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für

Holland GmbH & Co. KG (Wölbern Invest Holland 64).


Seinerzeit wurden die Wölbern Fondsmanagement GmbH mit der Fondsverwaltung betraut und die Wölbern Treuhand GmbH als Treuhänder bestellt.

Die knapp 1000 Anleger konnten sich unmittelbar oder über einen Treuhandkommanditisten beteiligen. Dabei wurde im Prospekt eine Laufzeit von 11 Jahren ausgewiesen. Das Beteiligungsangebot besteht aus einem im Jahre 2008 neugebauten Bürogebäude in Arnheim, sowie einem im Jahre 1990 errichteten Bürobestandsgebäude in Haarlem, welches im Jahr 2003 noch einmal erweitert wurde.

Es handelt sich dabei um einen der vielen Hollandfonds, die durch die Wölbern-Gruppe aufgelegt wurden. Zum Leidwesen der Anleger befinden sich diverse Hollandfonds in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Gesellschafter bangen um ihr Geld. Verschiedene Fonds wurden bereits aufgelöst oder mussten, wie Wölbern Invest Holland 52 (Zweiundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG) Insolvenzantrag stellen.

Das prospektierte Ziel der Fondsgesellschaft war die Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Leider wurden ausweislich der zuletzt vorgelegten Leistungsbilanz 2012 die prospektierten Mieteinnahmen nicht erreicht.

Beim Wölbern Hollandfonds 64 wurden die Anleger mit erheblichen Problemen konfrontiert. Ohne dass die Anleger darüber im Prospekt aufgeklärt wurden, hatte man eine sog. Loan-to-Value-Klausel (LTV-Klausel) vereinbart. So hat die Bank eine Neubewertung des Immobilienbestandes der Fondsgesellschaft veranlasst und dabei festgestellt, dass die vertraglichen Vereinbarungen nicht eingehalten wurden. Somit hat die Kommanditgesellschaft Vierundsechzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG mit der sog. Loan-to-Value-Klausel (LTV-Klausel) zu kämpfen. Hier kann die Bank Sondertilgungen fordern und damit Ausschüttungen unmöglich machen. Kommen die Fondsgesellschaften der Forderung nicht nach, können die Banken die Darlehen kündigen.

Bei vielen Anlegern stellt sich sicherlich die Frage, ob sie über Risiken, insbesondere die Auswirkungen der LTV-Klausel ordnungsgemäß aufgeklärt wurden. Sollten die Banken die Darlehen kündigen, wären die Anleger mit unübersehbaren Problemen konfrontiert.

Die Immobilienfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Von einem der größten Anlegerskandale und von den strafrechtlichen Ermittlungen um das Fondshaus Wölbern Invest und dessen ehemaligen Chef Heinrich Maria Schulte sind viele Anleger immer noch geschockt. Noch ist hier kein Ende absehbar und die Anleger sind so mit weiteren unübersehbaren Risiken konfrontiert.

Was können nun die Anleger des Hollandfonds Vierundsechzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Wölbern Invest Holland 64) tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.