Schrottimmobilien

Unter dem Oberbegriff Schrottimmobilien wird im heutigen Sprachgebrauch alles eingeordnet, was als Immobilie das Geld nicht wert ist.

Nicht nur die Ruine oder der liegengebliebene Bau ist damit gemeint, sondern auch einwandfrei hergerichtete Immobilien, die aber durch einen zu hohen Preis für den Erwerber letztlich unverkäuflich bleiben.

Erstmalig taucht dieser Begriff Ende der 80iger Jahre auf, als zehntausende von Bestandsimmobilien und Neubauten auf den Markt kamen. Als großer Finanzierer nutzt die HypoVereinsbank aus München die Chance. Die Initiatoren verkaufen über externe Vertriebe an über hunderttausend Mittelverdiener ihre fragwürdigen Objekte. Die HVB finanziert die Anleger.

Das ganze setzt sich um die Jahrzehntenwende mit dem Badenia/ALLWO/Heinen & Biege Komplex und den Schrottimmobilien der Firma Köllner aus Harsewinkel fort. Diese Namen seien hier nur beispielhaft genannt. Sie stehen für hunderte andere, meist aber deutlich kleinere Anbieter.

In der Gegenwart wird dieser Begriff auf Neubauten und insbesondere für die denkmalgeschützten Immobilien im Osten der Republik verwandt. Bis in die Gegenwart wird den in den Immobilienfragen ahnungslosen Käufern suggeriert, dass die Immobilie gerade zur Altersabsicherung optimal geeignet sei.

Siehe auch: Denkmalgeschützte Immobilien

Rechtlich gesehen ist dieser Schrottimmobilienkomplex eindeutig einzuordnen. Die Anlageberater müssen den potentiellen Käufer wahrheitsgemäß und vollständig über alle wesentlichen Risiken aufklären. Tun sie das nicht, liegt eine Falschberatung vor. Der Verkäufer der Immobilie muss sich diese Falschberatung zurechnen lassen. Der geschädigte Käufer wird so gestellt, als hätte er die Wohnung nie erworben.

Die Haftung der Banken war lange umstritten. Mit einer Neuentscheidung des BGH vom Jahr 2006 gilt die Zurechnung der Falschberatung grundsätzlich zumindest dann, wenn die Initiatorenseite mit der Bank institutionell zusammengearbeitet hat

Siehe auch.  www.sammelklageonline.de.

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