POC Fonds in der Krise?

POC Fonds in der Krise? – Zweifelhafte Erfahrungen! – Kündigung möglich?

Proven Oil Canada (POC) ist der ambitionierte Name der Berliner Unternehmensgruppe die diverse Fonds zur wirtschaftlichen Ausbeutung von Öl- und Gasquellen in Kanada aufgelegt hat.

Über 10.000 Anleger haben mehr als 200.000.000 Euro in die POC Fonds investiert.

Dazu wurden diverse POC Fonds durch die POC-Unternehmensgruppe aus Berlin aufgelegt:

    POC Eins GmbH & Co. KG
    POC Zwei GmbH & Co. KG
    POC Growth GmbH & Co. KG
    POC Growth 2. GmbH & Co. KG
    POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG
    POC Growth 4. GmbH & Co. KG
    POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG
    POC Oikos GmbH & Co. KG

Einerseits wurden von der POC-Unternehmensgruppe Fonds aufgelegt, deren Laufzeit ca. 20 Jahre betragen soll, andererseits wurde eine Produktlinie „Growth“ aufgelegt, bei der mit kurzen Laufzeiten operiert wurde und eine stattliche Rendite versprochen. Spezialfonds sollten auch in die Stromproduktion investieren.

Die POC-Unternehmensgruppe behauptet auf ihrer Website, dass sie professionell gemanagte Öl- und Gasbeteiligungen in Kanada verwaltet. Dabei wird auch auf die Muttergesellschaft, die Conserve Oil Group Inc. verwiesen, über die die POC Unternehmensgruppe direkt am operativen Geschäft in Kanada beteiligt ist. Dabei soll das langjährige Know-how im Öl- und Gasbusiness und hervorragenden Kontakte vor Ort genutzt werden.

Die Anleger in Deutschland sollen von der Conserve Oil Group Tochter POC Energy Solutions GmbH in Berlin betreut werden. Fraglich ist, wie POC Anleger, diese Versprechungen mittlerweile bewerten.

Allerdings beteiligten sich die deutschen Anleger über ihre Fondsgesellschaften nicht direkt an Projekten der Öl- und Gasförderung, sondern an kanadischen Objektgesellschaften, die später zu einer „Master-LP“, der COGI Limited Partnership (COGI) verschmolzen wurden. Ebenso wurde die Finanzierung der ehemals unabhängigen Objektgesellschaften neu strukturiert und als Gesamtverbindlichkeit bei einer Bank zusammengefasst.

Kritische Presseberichte, u.a. in der Wirtschaftswoche (Wiwo) und im Manager Magazin hatten sich schon in der Vergangenheit mit dem Geschäftsmodell der POC Fonds und seinen Protagonisten auseinandergesetzt.

Erst wurden noch Ausschüttungen gezahlt, aber im Februar 2014 mehrten sich die Krisenzeichen weiter und es kam es zu einer Einstellung der Auszahlungen. Versuche von Anlegern sich zu organisieren und ihre gesetzlichen Informationsrechte wahrzunehmen, wurden von der Fondsverwaltung, in uns bekannten Fällen, zurückgewiesen.

Die Öl- und Gasfonds wurden oft als Anlagen mit der Aussicht auf hohe Renditen vertrieben. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, die mit einem Totalverlustrisiko verbunden sein kann. POC Anleger mussten leider feststellen, dass die prospektierten Ausschüttungen nicht erbracht werden konnten und auch sonst leider nicht ausreichend über den Gang der Geschäfte in Kanada informiert wurde. Dazu kamen auch noch die komplexen Firmen –und Geschäftsstrukturen.

Aus diesem Grunde sind die Anleger insbesondere auf eine aktuelle Berichterstattung über die Fondsgesellschaft angewiesen. Dies geschieht in der Form von sog. Leistungsbilanzen bzw. Jahresabschlüssen. Diese Jahresabschlüsse sind zum Abschluss eines jeden Geschäftsjahres zu erstellen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Dies hat binnen sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres zu geschehen. Leider muss man bei Einsicht im Bundesanzeiger feststellen, dass keiner der POC Fonds seine aktuellen Bilanzen fristgerecht eingereicht hat. Vielmehr finden sich im Bundesanzeiger Bilanzen des Jahres 2011, obwohl die Fonds schon im Geschäftsjahr 2015 sind. Warum riskiert die Fondsverwaltung kostenträchtige Ordnungsgeldverfahren zum Schaden der Fonds? Ist das seriös?

Als weitere Hiobsbotschaft erreichte diverse POC Fondsanleger ein Schreiben der Fondsverwaltung, in dem mitgeteilt wird, dass der Kredit über knapp 50 Millionen CAD der COGI, aufgrund der Situation auf dem kanadischen Öl- und Gasmarkt, sofort fällig gestellt und eine Zahlungsfrist bis zum 26.06.2015 gesetzt wurde.

Die Geschäftsführung fordert bis zum 25.07.2015 die Rückzahlung der erhaltenen Auszahlungen von den angeschriebenen POC-Anlegern. Die POC Anleger sollten dabei die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigen und der Aufforderung der Rückzahlung der Ausschüttungen nicht ohne gründliche Prüfung ihres Gesellschaftsvertrages nachkommen. Ist die Regelung im Gesellschaftsvertrag nicht eindeutig und verständlich, so können gewinnunabhängige Ausschüttungen nicht zurückgefordert werden.

Im Übrigen wird ohne Belege behauptet, dass die Rückführung des Kredites durch den Einsatz von Mitteln aus der Rückforderung von Auszahlungen angeblich alternativlos sei. Der Eintritt eines großen Schadens bei der Objektgesellschaft (COGI) droht und damit sei auch die Werthaltigkeit der Beteiligung der Fondsgesellschaft in Gefahr. Sogar die künftige Zahlungsfähigkeit der deutschen Fondsgesellschaften wird in Frage gestellt und die Gefahr eines Insolvenzantrages heraufbeschworen.

Am 07. und 08.10.2015 soll eine ordentliche Gesellschafterversammlung stattfinden, auf der über die Jahresabschlüsse 2013 und 2014 abgestimmt werden soll. Dabei vertreten wir auch gern ihre Interessen auf der Gesellschafterversammlung und übernehmen ihre Stimmrechtsvertretung. Vorab und im Nachgang der Gesellschafterversammlung werden Sie informiert und können auch gern regelmäßig einen Newsletter per E-Mail erhalten.

Anleger der POC Fonds können sich dazu kostenlos und unverbindlich registrieren lassen. Sie können gern unser Kontaktformular benutzen und eine kurze Information zu ihrem Fonds und der Beteiligungssumme hinterlassen.

Viele POC-Anleger werden sich die Frage stellen, was sie jetzt tun können. Ist es noch möglich, Einfluss zu nehmen und das Geld zu retten? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.