NORDCAPITAL Offshore Fonds 5

NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 verkauft Fondsschiff MS „E.R. Luisa“! – Die nächsten Schritte für NORDCAPITAL-Anleger!

Das Emissionshaus NORDCAPITAL hat schon diverse Fonds aufgelegt, so ab dem Jahre 2007 auch die Produktlinie der Fonds für Offshore-Schiffe. Sie sollten die Versorgung von Ölplattformen übernehmen. Im Einzelnen waren dies folgende NORDCAPITAL Offshore-Schiffsfonds:

 

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG

 

„Entdecken Sie Substanz, die sich auszahlt“ – So steht es in einem Prospekt für die NORDCAPITAL Offshore Fonds. Leider müssen die Anleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds entdecken, dass sich ihre Investition nicht wie versprochen auszahlt, sondern zum Risiko wird.

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind. Was ist passiert?

Schauen wir uns den im Jahre 2009 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG einmal näher an.

Den NORDCAPITAL-Anlegern wurde das Investment in einen sogenannten AHTS schmackhaft gemacht. AHTS – was ist das denn? AHTS steht für Anchor Handling Tug Supply und bezeichnet einen Ankerziehschlepper, der sowohl als Transporter und auch als Versorger für Ölplattformen geeignet ist. Das Schiff hat den schönen Namen MS „E.R. Luisa“ erhalten.

Gut 60 Millionen Euro sollten in den NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 investiert werden, davon gut 25 Millionen Anlegerkapital.

Allerdings entwickelte sich der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 auf Dauer nicht so, wie es prospektiert wurde. Die MS „E.R. Luisa“ wurde vom brasilianischen Ölkonzern Petrobras eingesetzt. Dabei werden die Chartereinnahmen im E.R. AHTS-Pool mit den Einnahmen des MS „E.R. Vittoria“ gepoolt.

Man muss allerdings konstatieren, dass der Weltmarkt durch ein Überangebot an Rohöl gekennzeichnet ist und der Ölpreis verfällt. Dadurch kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Charterraten und die Auslastung der Offshore-Schiffe lässt zu wünschen übrig.

Dies führt dazu, dass in der Bilanz 2014 der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG ein Millionenverlust ausgewiesen werden und auch für 2015 ein Jahresfehlbetrag prognostiziert werden muss.

Gleichwohl wurden die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 (NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG) mit weiteren Zumutungen konfrontiert. Ende 2015 musste ein sogenanntes Liquiditätssicherungskonzept den Anlegern zur Abstimmung präsentiert werden. Damit wurde der Versuch unternommen, Darlehen im Gesellschafterkreis einzusammeln. Nachvollziehbarerweise scheiterte dieser erste Versuch. Aber damit nicht genug. Mitte 2016 gab es den nächsten Anlauf. Die Fondsanleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG wurden aufgefordert, über den freihändigen Verkauf des MS „E.R. Luisa“ zu beschließen. Nunmehr mussten die Anleger in den sauren Apfel beißen und ihre Zustimmung erteilen. Weitere Kredite wurden aufgenommen und das Fondsschiff im Jahre 2016 verkauft. Ob das die Probleme lösen wird, muss stark bezweifelt werden.

NORDCAPITAL Offshore Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden. Wie geht es wohl bei der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG weiter?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!