NORDCAPITAL Offshore Fonds 3

NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 verkauft Fondsschiff MS „E.R. Haugesund“! – Das müssen NORDCAPITAL-Anleger jetzt wissen!

 

Das Emissionshaus NORDCAPITAL hat schon diverse Fonds aufgelegt, so ab dem Jahre 2007 auch die Produktlinie der Fonds für Offshore-Schiffe. Sie sollten die Versorgung von Ölplattformen übernehmen. Im Einzelnen waren dies folgende NORDCAPITAL Offshore-Schiffsfonds:

 

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG

 

„Entdecken Sie Substanz, die sich auszahlt“ – So steht es in einem Prospekt für die NORDCAPITAL Offshore Fonds. Leider müssen die Anleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds entdecken, dass sich ihre Investition nicht wie versprochen auszahlt, sondern zum Risiko wird.

Für die NORDCAPITAL-Anleger sind dies überaus schlechte Erfahrungen und viele stellen sich die Frage, welche Bewertungen und Gefahren für ihre Kapitalanlagen damit verbunden sind. Was ist passiert?

Schauen wir uns den im Jahre 2009 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG einmal näher an.

Die NORDCAPITAL-Anleger investierten in zwei baugleiche Plattformversorgungsschiffe vom Typ UT 755 LN. Dabei handelt es sich um die Offshore-Schiffe MS „E.R. Narvik“ und MS „E.R. Haugesund“.

Gut 50 Millionen Euro sollten in den NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 investiert werden, davon gut 26 Millionen Anlegerkapital.

Allerdings entwickelte sich der NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 auf Dauer nicht so, wie es prospektiert wurde. Die Plattformversorgungsschiffe wurden vor der westafrikanischen und brasilianischen Küste eingesetzt.

Man muss allerdings konstatieren, dass der Weltmarkt durch ein Überangebot an Rohöl gekennzeichnet ist und der Ölpreis verfällt. Dadurch kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Charterraten und die Auslastung der Offshore-Schiffe lässt zu wünschen übrig.

Wenn man schon kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu! So wurde die MS „E.R. Haugesund“ im Januar 2015 in einen folgenschwere Kollision verwickelt. Dabei wurde es ohne erkennbaren Grund von einem anderen Schiff gerammt, wobei ein Millionenschaden entstand. Die Reparaturen dauerten länger als einen Monat und waren mit erheblichen Charterausfällen verbunden. Doch damit nicht genug. Seit Oktober 2015 war das Schiff gar beschäftigungslos und wurde in der Karibik aufgelegt.

Jetzt musste der Fondsinitiator NORDCAPITAL eingestehen, dass als Folge des Rohöl-Überangebots und der niedrigen Ölpreise in vielen Offshore-Fördergebieten keine kostendeckende Ölförderung mehr möglich ist. Mithin werden Bohrschiffe und Bohrplattformen nicht benötigt und auch die Nachfrage nach Plattformversorgungsschiffen geht erheblich zurück.

Dies führt dazu, dass in der Bilanz 2014 der NORDCAPITAL Offshore Fonds 1 GmbH & Co. KG ein Millionenverlust ausgewiesen werden muss.

Aber damit nicht genug. Die Fondsanleger der NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG wurden aufgefordert, über den freihändigen Verkauf der MS „E.R. Haugesund“ zu beschließen. Ob das die Probleme lösen wird, muss stark bezweifelt werden.

NORDCAPITAL Offshore Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden. Wie geht es wohl bei der NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG weiter?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!