NORDCAPITAL Offshore Fonds 2

NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 erfüllt Erwartungen nicht! – Was NORDCAPITAL-Anleger jetzt tun können!

Als erstes Emissionshaus hat die Firma NORDCAPITAL die Fondsproduktlinie für Offshore-Schiffe aufgelegt, die die Versorgung von Ölplattformen übernehmen sollten. Dabei handelte es sich um folgende NORDCAPITAL Offshore-Schiffsfonds:

 

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 1 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 GmbH & Co. KG

·         NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG

 

Schauen wir uns den im Jahre 2008 aufgelegten Schiffsfonds NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 GmbH & Co. KG einmal näher an.

Die NORDCAPITAL-Anleger investierten in zwei baugleiche Plattformversorgungsschiffe vom Typ UT 755 LN. Dabei handelt es sich um die Offshore-Schiffe MS „E.R. Trondheim“ und MS „E.R. Tromsoe“.

Gut 55 Millionen Euro sollten in den NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 investiert werden, davon gut 28 Millionen Anlegerkapital.

Allerdings entwickelte sich der NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 auf Dauer nicht so, wie es prospektiert wurde. Die Plattformversorgungsschiffe wurden vor der westafrikanischen und brasilianischen Küste eingesetzt. Man muss allgemein konstatieren, dass der Weltmarkt durch ein Überangebot an Rohöl gekennzeichnet ist und der Ölpreis verfällt. Dadurch kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Charterraten und die Auslastung der Offshore-Schiffe lässt zu wünschen übrig.

NORDCAPITAL Offshore Fonds-Anleger müssen die schlechte Erfahrung machen und feststellen, dass Auszahlungen und Mittelrückfluss erheblich von den prospektierten Werten abweichen und die Prognosen nicht eingehalten werden. Wie sieht die Zukunft des NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 wohl aus?

Werfen wir noch einen Blick auf andere NORDCAPITAL Offshore-Fonds!

Die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 (NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 GmbH & Co. KG) sehen sich beispielsweise im Rahmen eines sogenannten „Liquiditätskonzepts“ mit Forderungen konfrontiert, Gesellschafterdarlehen aufzubringen, um den Fortbestand der Fondsgesellschaft zu sichern. Bezeichnenderweise handelt es sich dabei auch noch um sogenannte Nachrangdarlehen. Dabei wird der Darlehensgeber im Falle der Insolvenz oder auch einer möglichen Fondsliquidation nur nachrangig bei seinen Forderungen befriedigt.

Aber dies soll noch nicht alles sein! Kann das „Liquiditätskonzept“ nicht umgesetzt werden, wird der Notverkauf der Plattformschiffe angedroht. Und dabei wird schon vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein Verkauf der Schiffe nicht die bestehenden Darlehensverbindlichkeiten decken würde. Mithin müssten die NORDCAPITAL-Anleger mit dem Verlust ihres Eigenkapitals rechnen.

Zugleich wird festgestellt: „Ohne weitere Maßnahmen ist jedoch der Fortbestand Ihrer NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 GmbH & Co. KG akut gefährdet.“

Und nicht nur der NORDCAPITAL Offshore Fonds 4 ist in Schieflage, sondern auch bei anderen NORDCAPITAL Offshore Fonds ist der Krisenmodus angesagt. Der NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 (NORDCAPITAL Offshore Fonds 3 GmbH & Co. KG) musste sogar schon ein Fondsschiff verkaufen.

Der NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 (NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG) hat sogar schon Ende 2015 den Versuch unternommen, Darlehen im Gesellschafterkreis einzusammeln. Dies scheiterte im ersten Anlauf. Nunmehr wurden Darlehen aufgenommen, allerdings mit der Maßgabe ein Fondsschiff zu verkaufen. Ob dies ein nachhaltiges Sanierungskonzept ist, muss stark bezweifelt werden.

Wie geht es wohl bei der NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 GmbH & Co. KG weiter?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die NORDCAPITAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des NORDCAPITAL Offshore Fonds 2 tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!