Nordcapital – Hanse Twin Feeder KG – Fondsgesellschaft im Insolvenzverfahren!

Nordcapital – Hanse Twin Feeder KG – Fondsgesellschaft im Insolvenzverfahren! – Sind die Anlegergelder noch zu retten?

Durch das Emissionshaus Nordcapital aus Hamburg wurden diverse Fonds aufgelegt. So auch im Jahre 2008 der Schiffsfonds Hanse Twin Feeder Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, vormals firmierend MS "Hanse Confidence" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG aufgelegt.

Die Anleger haben sich an zwei modernen Containerschiffen der Feederklasse beteiligt. Gegenstand des Unternehmens war der Betrieb der Motorschiffe MS „Hanse Confidence“ und MS „Hanse Courage“.

Folgt man den Prognoserechnungen im Prospekt so sollte eine Finanzierung von ca. 40 Millionen Euro aufgebracht werden, wovon Schiffhypothekendarlehen eine Anteil von 25 Millionen Euro und Kommanditeinlagen in Höhe von 14, 5 Millionen Euro ausmachen. Der Rest wurde durch einen Kontokorrentkredit und Agio dargestellt. Die Schiffe sollten für 36 Millionen Euro erworben werden. Die Schiffhypothekendarlehen sollten innerhalb von 15 Jahren bis Ende 2022 getilgt werden. Es wurde prognostiziert, dass die Schiffe Ende 2023 nach einer Betriebszeit von rund 16 Jahren in der Fondsgesellschaft zu 30 % der Anschaffungskosten veräußert werden.

Die Schiffe wurden von der Fondsgesellschaft im Jahre 2007 übernommen und in einem Einnahmepool (Poolmanager Stüwe & Co.) mit 14 Schiffen der Eisklasse beschäftigt.

Die Mindestzeichnungssumme lag bei 15.000 Euro und es sollten Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt werden. Die Kündigung sollte frühestens zum 31.12.2023 möglich sein.

Allerdings mussten die Anleger konstatieren, dass sie in Jahren 2008 und 2012 keinerlei Auszahlungen erhielten. Die Betriebsergebnisse lagen deutlich unter den Prospektwerten. Die finanzierende Bank gewährte Tilgungsaussetzungen bis Ende 2013. So fielen auch hier die Bewertungen der Anleger überaus negativ aus.

Dies half aber alles nichts! Am 29.08.2014 wurde unter dem Aktenzeichen 67b IN 160/14 beim Amtsgericht in Hamburg das Insolvenzverfahren über die Fondsgesellschaft Hanse Twin Feeder Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Hagen Freiherr von Diepenbroik aus Hamburg bestellt. Dies sind natürlich überaus schlechte Erfahrungen für die Fondszeichner.

Von den zwei Containerschiffen soll die MS „Hanse Courage“ mittlerweile verkauft worden sein. Dies wird allerdings die Lage der Anleger nicht verbessern.

Eine Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Das Insolvenzrisiko hat sich hier leider schon verwirklicht. Ob es zum Totalverlust der Anlage kommt, sollten die Anleger nicht abwarten, sondern jetzt handeln.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Was können nun die Anleger des Hanse Twin Feeder Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.