MPC Reefer Flotte 2

MPC Reefer Flotte 2 – Prospektierte Ziele verfehlt! – Was MPC-Anleger jetzt noch tun können!

Wie geht es weiter mit der MPC Reefer Flotte 2? Von den prognostizierten Ausschüttungen ist schon lange nicht mehr die Rede. Vielmehr müssen MPC-Anleger immer wieder von Schiffsfonds-Insolvenzen lesen und machen sich mit Recht Sorge um ihre eigene Kapitalanlage.

Durch die MPC Capital AG wurden diverse geschlossene Fonds, darunter auch Schiffsfonds aufgelegt. So auch im Jahre 2007 der Fonds Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG.

Im Fondsprospekt für die MPC Reefer Flotte 2 wurde noch fabuliert: „Ein wachsender Markt, in dem die wenigen leistungsstarken Kühlschiffe heiß begehrt sind – profitieren Sie von dieser Situation und beteiligen Sie sich an 14 Kühlschiffen, die allen Anforderungen des modernen Warenverkehrs für Kühlgüter entsprechen.“ Weiter wurde in Aussicht gestellt: „Als wettbewerbsstarkes Team fährt sie einer erfolgreichen Zukunft entgegen – die MPC Reefer Flotte 2.“

Den MPC-Anlegern wurde dazu eine Kommanditbeteiligung an der Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG angeboten, die wiederrum über kommanditistische Beteiligungen an 14 Ein-Schiffsgesellschaften in Kühlschiffe investiert. Dabei handelt es sich um die:

 

·         „Atlantic Mermaid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Buzzard Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Caribbean Mermaid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Coral Mermaid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Eagle Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Falcon Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Fortuna Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Hawk Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Mexican Bay“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Pacific Mermaid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Prince of Seas“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Prince of Tides“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Prince of Waves“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

·         „Tasman Mermaid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Fast 250 Millionen Euro betrug die Gesamtinvestitionssumme des MPC Reefer Flotte 2-Fonds.

Bei den MPC-Anlegern wurden rund 115 Millionen Euro eingeworben. Dazu kamen noch einmal prognosegemäß 132,26 Millionen Euro Fremdkapital, bei dem es sich um ein Schiffshypothekendarlehen handelte. Dieses wurde zunächst zu 30 % in JPY in Anspruch genommen  und später in USD gewandelt. Dass damit auch Währungsrisiken verbunden sein können, versteht sich von selbst. Kannten die MPC-Anleger die Währungsrisiken?

Schauen wir uns auch einmal genauer die Gesamthöhe der Provisionen an. Die stolze Summe von 31.642.500 Euro wird ausgewiesen. Wir erinnern uns: Das Kommanditkapital der MPC-Anleger betrug ca. 115 Millionen Euro. Präzise 115,537 Millionen Euro. Mithin flossen fast ein Drittel des Eigenkapitals in Provisionen. Wurden die MPC-Anleger darüber aufgeklärt?

Der Fonds hat eine prospektierte Laufzeit von 12 Jahren ab Übernahme der Schiffe, die bereits im Jahre 2006 erfolgt ist. Dabei handelte es sich um Schiffe, die bereits zwischen 1992 und 1994 in Japan gebaut wurden. Wo waren die Kühlschiffe wohl vorher im Einsatz und wie sind sie dann im Fondsportfolio der MPC Reefer Flotte 2 gelandet? Welche Ankaufspreise wurden für die Kühlschiffe in Rechnung gestellt? Auch hier stellt sich die Frage: Wurden die MPC-Anleger darüber aufgeklärt?

Bereits 2011 und 2012 mussten in den Fonds-Bilanzen Millionenverluste ausgewiesen, das Finanzierungskonzept restrukturiert und vier Schiffe aus dem Fondsportfolio verkauft werden. Was schrieb die MPC damals den Fondsanlegern: „Ohne das Restrukturierungskonzept 2013 wäre ein kurzfristiger Verkauf aller Schiffe unvermeidbar. Da hieraus kein weiterer Rückfluss zu erwarten wäre, käme es voraussichtlich zu einem Verlust von rund 90 Prozent des Kommanditkapitals." Und was haben diese „Notverkäufe“ schlussendlich gebracht?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die MPC-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des MPC Reefer Flotte 2 Fonds tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Hierbei können MPC-Anlegern auch wichtige Landgerichts-Urteile helfen. So haben sich die Landgerichte in Frankfurt Main, Oldenburg und Dessau schon mit Schadenersatzklagen enttäuschter MPC-Anleger beschäftigt. So wurde vom Landgericht Oldenburg festgestellt, dass der Anlegerberater seine Beratungspflichten verletzt hat und mithin die Sparkasse zur Rückabwicklung der Fondsbeteiligung verurteilt wurde. Das ist ein Urteil, das MPC-Anlegern Mut machen sollte!

Da auch beim MPC Reefer Flotte 2 Fonds nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!