MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG

Prospektierte Ziele verfehlt! – Was Anleger jetzt noch tun können!

 

Durch die MPC Capital AG wurden diverse geschlossene Fonds, darunter auch Energiefonds aufgelegt. So auch der Fonds MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG.

Es sollte ein gewaltiges Projekt in Angriff genommen werden. Gleich zwei Emissionshäuser haben sich dafür zusammengeschlossen. Die Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH (HCI Capital AG) und die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG legten zwei Fonds auf. Über 5500 Anleger beteiligten sich insgesamt an den zwei im Jahre 2008 aufgelegten Fondsgesellschaften MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG und HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG.

Den Anlegern wurde in Aussicht gestellt, von der Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen zu profitieren und sich an einer Investition in eine mobile Tiefsee-Halbtaucher-Erkundungsplattform zu beteiligen. Ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 500 Millionen Euro.

Die MPC-Anleger konnten sich an der Fondsgesellschaft MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG beteiligen. Die Fondsgesellschaft MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG selber beteiligt sich mit einer weiteren Fondsgesellschaft (HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG) an der Beteiligungsgesellschaft Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG. Auch HCI-Anlegern wurde dieses Projekt schmackhaft gemacht. Ein Joint Venture der besonderen Art von MPC und HCI! Die Beteiligungsgesellschaft Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG wiederrum beteiligte sich an der niederländischen Firma Delba Drilling International Coöperatie U.A. Diese ist Eigentümerin der Erkundungsplattform. Allerdings hatte die Beteiligungsgesellschaft Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG nur einen Anteil von 47 % und damit nicht die Mehrheit. Ein kapitaler Fehler, wie sich später noch herausstellen sollte.

In der Bauphase gab es diverse Schwierigkeiten und Verzögerungen. Damit waren auch Strafzahlungen in namhafter Höhe und Einnahmeausfälle in Millionenhöhe verbunden. Sogar die Gefahr der Insolvenz war vorhanden, denn der brasilianische Charterer, die Firma Petrobras, wollte nicht so lange auf die Auslieferung warten.

Den Anlegern wurde schließlich im Jahre 2011 ein Sanierungskonzept offeriert, was in Präsentationen der MPC- und HCI-Gruppe als „Kapitalmaßnahme“ bezeichnet wurde. So wurde vermeldet, dass sich der Auslieferungstermin weiter verschiebt, die Bauwerft gleichwohl eine Kompensationszahlung in Millionenhöhe erhält. Auch an den Charterer wurde eine Strafzahlung von über 23 Millionen USD eingeplant. Die Zusatzkosten überstiegen schließlich die Budgetreserven und es bestand ein Kapitalbedarf von 67,2 Millionen USD. Dafür wurde wieder ein Bond aufgelegt, den auch die MPC- und HCI-Anleger bedienen müssen. Ein Zeichen für schlechtes Krisenmanagement und schlechte Planung bei der Fondskonstruktion!

Mithin war es nichts mit den geplanten Ausschüttungen, vielmehr wurden Ausschüttungen in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung frühestens für das Jahr 2017 in Aussicht gestellt. Ob dies so ist, wird sich zeigen. Was können die MPC-Anleger nun tun?

Energiefonds wurden oft als sichere Anlagen mit der Aussicht auf hohe Renditen und zur Altersvorsorge vertrieben. Viele Anleger müssen nun aber feststellen, dass nicht nur die versprochenen Ausschüttungen ausbleiben, sondern auch ihre Anlage insgesamt in Gefahr ist.

Denkbar sind auch Konstellationen, in denen die Fondsgesellschaften Nachschüsse von ihren Anlegern fordern und damit ein Haftungsrisiko darstellen.

Es handelt sich bei den geschlossenen Fonds um eine unternehmerische Beteiligung, die mit hohen Risiken und auch einem Totalverlustrisiko verbunden sein kann.

Die Fondsbeteiligung MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG ist mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden, über die aufgeklärt werden musste. Allein die Fondskonstruktion der MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG ist mit schwer kalkulierbaren Risiken verbunden, die sich aus dem Prospekt nicht unmittelbar erschließen.

Diese Fonds wurden auch über Sparkassen und Banken an Anleger vertrieben. Sind die Anleger fehlerhaft und nicht anlage- bzw. anlegergerecht beraten worden, gilt es zu prüfen, ob sie ihr Geld zurückfordern können. Dabei sind Anlageberater, Banken bzw. Sparkassen oder auch die Emissionshäuser der Fonds mögliche Haftungsadressaten.

Insbesondere wenn Berater Prämien (sog. Kick-Backs) für den Verkauf der Beteiligungen erhalten haben und dies nicht offengelegt haben, bestehen gute Chancen. Dies gilt auch, wenn Fondsprospekte nicht ausgehändigt wurden oder wesentliche Fehler enthalten bzw. unvollständig sind.

Das Landgericht Köln hat schon eine Sparkasse zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt. Dem Urteil des LG Köln lässt sich entnehmen, dass der MPC-Anleger nicht anleger- und objektgerecht beraten wurde und auch nicht über die Rückvergütungen (sog. Kick-Back) aufgeklärt wurde. Wie sieht es bei anderen MPC-Anlegern aus?

Es gilt schnell zu handeln und die Ansprüche prüfen zu lassen.

 

 

P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.