MIG Fonds

MIG Fonds! – Venture Capital-Anlagen mit hohem Risiko!  – Kontroverse Bewertungen!

„Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts.“ Dieses Zitat von Walter Scheel wird den Anlegern der MIG Fonds in der Leistungsbilanz 2012 ans Herz gelegt. Wie ist dieses Statement der MIG Fonds Manager zu bewerten?

Zuerst wurden die MIG Fonds von der Initiatorin MIG Verwaltungs AG aufgelegt. Nunmehr hat diese Aufgabe die HMW Emissionshaus AG übernommen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fonds:

    MIG GmbH & Co. Fonds 1 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 1 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 2 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 2 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 3 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 3 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 4 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 4 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 5 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 5 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 6 KG, vormals firmierend MIG AG & Co. Fonds 6 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 12 geschlossene Investment-KG, vormals firmierend MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 13 geschlossene Investment-KG, vormals firmierend MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG
    MIG GmbH & Co. Fonds 15 geschlossene Investment-KG


Die MIG Verwaltungs AG war bei den MIG Fonds 1 bis 6 KG Fondsinitiatorin und Herausgeberin des jeweiligen Verkaufspropektes. Diese Aufgaben übernahm bei den nachfolgenden Fonds die HMW Emissionshaus AG aus Pullach. Ebenso waren bzw. sind noch weitere Gesellschaften beteiligt, die HMW Verwaltungs GmbH, die HMW Komplementär GmbH als Komplementäre der Gesellschaften. Die MIG Beteiligungs Treuhand GmbH als Treuhandkommanditistin und die FinTex Consulting GmbH beschäftigt sich mit der Anlegerverwaltung.

Eine besondere Rolle spielte die Alfred Wieder AG (AWAG). Sie übernahm den Vertrieb der Fondsanteile, warb und vermittelte Anleger. Sie soll auch die Betreuung der Anleger sicherstellen, die bereits MIG Fonds gezeichnet haben. Durch die CAM Investmentmarketing GmbH soll Pressearbeit, Qualitätssicherung der Eigenkapitalvermittlung und das Marketing sichergestellt werden. Allerdings geriet der Namensgeber der Alfred Wieder AG (AWAG) in Schwierigkeiten, so dass sich die Fondsgesellschaft MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG zu einer Ad- Hoc-Meldung veranlasst sah, in der u.a. mitgeteilt wurde: „Gegen Herrn Alfred Wieder wird durch die Finanzbehörden ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Steuerhinterziehung geführt.“ Das war sicher ein Schock! Alfred Wieder tauchte in vielen Prospekten als sonstige Person auf, die den Inhalt des Angebots der Vermögensanlagen wesentlich beeinflusst hat. Er war und ist eine der Schlüsselpersonen bei den MIG Fonds. Dass Alfred Wieder die Geschäftsführung bei der Alfred Wieder AG und der CAM Investmentmarketing GmbH niedergelegt hat und Gesellschaftsanteile auf seine Partner übertragen hat, macht die Sache nicht besser. Das Vertrauen der Anleger wird dadurch erschüttert. Das hilft es auch nicht, den Firmennamen der Alfred Wieder AG (AWAG) in HMW Innovations AG zu ändern. In Erinnerung bleibt: Gegen Alfred Wieder wird wegen des Anfangsverdachts der Steuerhinterziehung ermittelt! Auch wenn natürlich auch für ihn die Unschuldsvermutung gilt. Vertrauen wurde verspielt!

Die MIG Fonds sind im Venture Capital Markt bzw. Privat Equity Markt tätig. Beteiligungskapital wird als besonders riskant geltenden Unternehmen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich mithin um Wagniskapital. Die Anleger können sich mit geringen Einmalzahlungen oder auch Ratensparplänen an den MIG Fonds beteiligen. Der Anleger unterliegt dabei einem Blind-Pool-Risiko, da er vorab nicht weiß, in welche Unternehmen investiert wird und ist auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielunternehmen abhängig, welches auch ein Totalverlustrisiko einschließt. Welche Erfahrungen er dabei macht, bleibt offen.

Ebenso fragwürdig sind die hohen Fondsnebenkosten, die kassiert werden. Sieht man sich die MIG Fonds Leistungsbilanz 2012 an, betragen die ausgewiesenen Provisionen fast 20 %. Bei dem MIG GmbH & Co. Fonds 3 KG sind es sogar 23,79 %. Diese „Weichkosten“, die u.a. der AWAG des Alfred Wieder kassierte, müssen quasi erst einmal wieder verdient werden, ehe die Gesellschaften in die Gewinnzone kommen würden.

Auch der Bundesgerichtshof beurteilt den wirtschaftlichen Erfolg bei Beteiligungen mit einem Vertriebskostenanteil von mehr als 15% so kritisch, das der Anlageberater des Vertriebs die Anleger ohne Aufforderung darüber informieren müssen. Wenn die Anlageberater dies versäumen, sind sie in der Haftung. Auch wenn so eine Kapitalanlage fälschlicherweise als sicher bezeichnet wird, haftet der Berater.

Sollten Anleger unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht worden sein, so besteht gegenüber den Initiatoren bzw. Anlageberatern ein Schadensersatzanspruch.

Das launige Zitat von Walter Scheel in der MIG Fonds Leistungsbilanz 2012: „Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts.“ gilt wohl nur für die Anleger. Die Initiatoren haben schon Kasse gemacht. Das Risiko tragen allein die Anleger, auch des Totalverlustes ihres Geldes!

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.sammelklageonline.de

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.