KTG Agrar SE-Pleite! – Schlechte Erfahrungen der Anleger!

Was Anleihe-Gläubiger jetzt tun können!

Wie war noch ein Motto der KTG Agrar? „Vom Feld auf den Teller!“ Jetzt bleiben die Teller der Anleihegläubiger der KTG Agrar wohl erst einmal mal leer, zumindest wenn sie sich auf die versprochenen Renditen der Mittelstandsanleihen des Agrarkonzerns KTG Agrar SE verlassen haben.

Dabei wurde vom KTG Agrar-Boss Siegfried H. das große Rad gedreht und ein landwirtschaftliches Produktionsunternehmen aufgebaut, das sich der Erzeugung von Agrarrohstoffen, erneuerbaren Energien und Lebensmitteln widmete. Seit 2007 sind die KTG-Aktien sogar an der Börse notiert und im Rating der Agenturen.

Zur weiteren Expansion wurden Millionen bei ca. 10.000 Anlegern eingeworben, die mit sog. Mittelstandsanleihen mit hohen Renditeversprechen gelockt wurden. Im Einzelnen wurden folgende Anleihen emittiert:

• „KTG Biowertpapier II“: 7,125 % Anleihe 2011/2017 in Höhe von bis zu insgesamt nominal

250 Mio. EUR (ISIN: DE000A1H3VN9, WKN: A1H3VN)

• „KTG Biowertpapier III“: 7,25 % Anleihe 2014/2019 in Höhe von bis zu insgesamt nominal 92

Mio. EUR (ISIN: DE000A11QGQ1, WKN: A11QGQ)

Obwohl immer wieder über Ungereimtheiten und Schwierigkeiten im Agrarkonzern KTG Agrar SE berichtete wurde, häuften sich die Probleme Mitte des Jahres 2016 massiv und es wurde von der Firma ein Antrag auf Eigeninsolvenz (Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung) gestellt. Hier wäre die schuldnerische Firma nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens befugt, unter der Aufsicht eines Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen. Hierbei dürfen allerdings keine Umstände bekannt sein, die erwarten lassen, dass die Anordnung der Eigenverwaltung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird.

Allerdings ist die KTH-Firmengruppe extrem verschachtelt und weist eine Vielzahl von Firmen im In- und Ausland auf. Mithin weist ein mögliches Insolvenzverfahren eine große Komplexität auf.

Gleichwohl wurde im Juli 2016 Rechtsanwalt Stefan Denkhaus aus Hamburg vom Insolvenzgericht Hamburg zum vorläufigen Sachwalter bei der KTG Agrar SE bestellt und zugleich beauftragt, als Sachverständiger zu prüfen, ob ein maßgeblicher Eröffnungsgrund für ein Insolvenzverfahren vorliegt und ob Aussichten zur Unternehmensfortführung vorliegen. Des Weiteren muss geprüft werden, ob das vorhandene Vermögen die Verfahrenskosten decken wird.

Das Insolvenzverfahren wird am Amtsgericht Hamburg unter dem Aktenzeichen 67g IN 266/16 geführt.

Es ist nun am vorläufigen Sachwalter Rechtsanwalt Denkhaus Licht ins Dunkel zu bringen und die Gläubiger der KTG Agrar SE über den Fortgang des Insolvenzverfahrens zu informieren.

Gleichwohl sind die Anleger weiter mit einer Vielzahl von brennenden Fragen konfrontiert. Was passiert, wenn sich herausstellt, dass die KTG Agrar SE pleite ist und das Insolvenzverfahren eröffnet wird? Welche Rolle spielt der vorläufige Sachwalter bzw. Insolvenzverwalter? Wie und wann kann ich meine Insolvenzforderung anmelden? Ist dies im vorläufigen Verfahren schon möglich? Wer kommt als Haftungsadressat noch in Frage? Haften die Initiatoren mit ihrem Privatvermögen? Müssen die Vermittler Schadensersatz leisten? Fragen über Fragen?

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie  Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.