König & Cie. „Investment Portfolio I“ (Renditebeteiligung 52) – Faule Eier im Korb! – Was König & Cie.-Anleger tun können!

Durch das Hamburger Emissionshaus König & Cie. GmbH & Co. KG wurden diverse geschlossene Fonds mit einem Milliardenvolumen aufgelegt. Tausende von Anlegern investierten ihr Geld zuerst in Schiffsfonds, später auch in Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds (Zweitmarkt) und ebenso Private Equity Fonds.

Gleichwohl ist das Platzierungsgeschäft des Emissionshauses König & Cie. auch in Folge der Finanzkrise 2008 nahezu eingestellt worden. König & Cie. hatte in Folge ein Moratorium mit den finanzierenden Banken geschlossen und einen umfangreichen Umstrukturierungsprozess eingeleitet. In der Folge wurde ein Großteil der Firmenanteile des Emissionshauses König & Cie. an US-Investoren veräußert, die wiederrum ihre Anteile an die HCI Capital AG übertrugen. Letztlich endeten all diese Finanztransaktionen in einer Umfirmierung der HCI Capital AG in Ernst Russ AG.

Geschichte beendet, könnte man nun denken, nur leider nicht für die König & Cie.-Anleger.

Die König & Cie.-Anleger konnten im Prospekt die simpel klingende Börsianerweisheit lesen: „Lege nie alle Eier in einen Korb, denn es könnte ein Loch drin sein.“ Dann wurde auch noch von der Grundidee der Modernen Portfoliotheorie fabuliert, um den Anlegern eine vorgeblich ertragsorientierte Kapitalanlage anzubieten.

Bei der Investition in das König & Cie. „Investment Portfolio I“ (Renditebeteiligung 52) beteiligten sich die Anleger bei einer Fondslaufzeit bis 2024 gleichzeitig an zwei Kommanditgesellschaften. Dabei handelt es sich um die König & Cie. Erste Dach Investment GmbH & Co. KG und die König & Cie. Zweite Dach Investment GmbH & Co. KG. 70 % des Kommanditkapitals wurden in die König & Cie. Erste Dach Investment GmbH & Co. KG und 30 % in die König & Cie. Zweite Dach Investment GmbH & Co. KG investiert.

Fondskapital in Höhe von 20 Millionen Euro sollte über die König & Cie. Erste Dach Investment GmbH & Co. KG zu 50 % in Schiffsfonds, 20 % in deutsche und britische Lebensversicherungszweitmarktfonds und über die König & Cie. Zweite Dach Investment GmbH & Co. KG zu 15 % in Private Equity Fonds und 15 % in Immobilienfonds investiert werden.

Wie hieß es doch so schon in einem Prospekt der Produktlinie Investment Portfolio: „Lege nie alle Eier in einen Korb, denn es könnte ein Loch drin sein.“ Schauen wir uns die „Eier“ doch einmal genauer an, die König & Cie.-Anlegern in den Korb gelegt wurden. Wie fällt die Bewertung wohl aus?

•    König & Cie. Dritte Britische Leben GmbH & Co. KG
•    MS STADT ROSTOCK Zweite T+H Schiffahrts GmbH & Co. KG
•    MS "KING ADRIAN" Schiffahrts GmbH & Co. KG
•    MS "CAPE RAY" Schiffahrts GmbH & Co. KG
•    MT "CAPE BRASILIA" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    König & Cie. Deutsche Leben 3 GmbH & Co. KG
•    MT "KING DAVID" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    MT "KING ERNEST" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    MT "KING EVEREST" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    König & Cie. Zweite Britische Leben GmbH & Co. KG
•    MT "KING DARIUS" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    MT "KING DUNCAN" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
•    König & Cie. Immobilienfonds Wolfsburg-Fallersleben GmbH & Co. KG
•    König & Cie. II. International Private Equity GmbH & Co. KG
•    König & Cie. International Private Equity GmbH & Co. KG


Gerade bei den Schiffsfondsbeteiligungen stellt man fest, dass den König & Cie.-Anlegern viele faule Eier ins Nest oder den Korb gelegt wurden. Diverse der Schiffsfonds sind mittlerweile im Insolvenzverfahren (z. B. MS STADT ROSTOCK, MS "KING ADRIAN", MT "KING ERNEST", MT "KING EVEREST") gelandet oder kämpfen ums Überleben. Teilweise mussten auch die Fondsschiffe verkauft werden. Dies ist umso schlimmer, da gerade die Schiffsfonds ein Schwergewicht im „Investment Portfolio I“der Renditebeteiligung 52 bilden sollen. Das ist nicht seriös und wahrlich eine schlechte Erfahrung für König & Cie.-Anleger.

Offenkundig war es nichts mit der versprochenen ertragsorientierten Kapitalanlage, vielmehr musste das König & Cie.-Management im Geschäftsbericht 2011 eingestehen: „Das „Investment Portfolio I“ konnte im Jahr 2011 aufgrund der geringen Rückflüsse aus den Zielbeteiligungen keine Auszahlung an die Anleger leisten.“ Deutlicher kann man sein Scheitern nicht eingestehen. Und wie die Geschichte weiterging, wissen die König & Cie.-Anleger am besten.

Nunmehr wird klar: Allein die Schiffsfondsbeteiligungen im König & Cie. „Investment Portfolio I“ (Renditebeteiligung 52) sind eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfondsbeteiligungen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die König & Cie.-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben.

Was können nun die Anleger der König & Cie. „Investment Portfolio I“ (Renditebeteiligung 52) tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

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