KGAL, Seaclass 11, MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG – Jahresfelhlbetrag in Millionenhöhe! – Was Anleger jetzt tun können!

Die Schiffsfondsanleger der MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG (KGAL Seaclass 11) durchleben ein Wechselbad der Gefühle. Die Fondsgesellschaft befindet sich seit Jahren in einem Krisenmodus.

Wie ist der Kurs des Schüttgutfrachters „SC Lotta“? Wie werden sich die Charterraten entwickeln? Wie ist die Bewertung der Sparte Capesize-Bulker (Schüttgutfrachter) insgesamt einzustufen?

Wie geht es weiter? Schaut man sich die letzte verfügbare Bilanz an, so stellt man fest, dass ein Jahresfehlbetrag in Millionenhöhe ausgewiesen werden muss. Dies ist eine überaus schlechte Erfahrung für die MIDIR-Fondsanleger! Was sind die Hintergründe?

Der Schiffsfonds MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG (Seaclass 11) entwickelte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr konzeptionsgemäß. Die Chartereinnahmen waren viel zu gering. So reduzierte sich die ursprüngliche Charterrate von 47.250 auf 18.500 USD.

Da die wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft in USD abgerechnet werden, ist die Fondsgesellschaft mit Wechselkursrisiken konfrontiert und hat ausweislich der letzten Bilanz auch Währungsverluste in Millionenhöhe erlitten. Wurde hier keine Vorsorge vom Fondsmanagement getroffen? War den Seaclass 11-Anlegern dieses Risiko bekannt?

Ebenso mussten außerplanmäßige Abschreibungen in Millionenhöhe auf das Schiff vorgenommen werden. Wie konnte es dazu kommen? Hat der Schiffsmarkt kein Interesse an Schüttgutfrachtern oder sind dies hausgemachte Probleme?

Die Fondsgeschäftsführung hat mit der Bank mehrfach eine Tilgungsstundung vereinbart. So wurde vereinbart, dass 2015 und 2016 keine Tilgungsraten zu leisten sind. Wie geht es dann wohl weiter?

Der ein oder andere KGAL-Anleger wird sich fragen, ob er seinen Fonds nicht verkaufen kann. Die Antwort ist leider ernüchternd. Auf der Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt wurden Anteile an der KGAL 214 SeaClass 11 - MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG zuletzt am 08.03.2016 zu einem Kurs von 7,00 % gehandelt. 7,00 %! Dies ist wahrlich ohne Worte und muss nicht weiter kommentiert werden!

In der Gesamtschau muss konstatiert werden, dass mal wieder das Prinzip Hoffnung strapaziert wird. Warum sich gerade jetzt die Lage auf dem krisengeschüttelten Schiffsfondsmarkt ändern soll, bleibt ein Geheimnis der Fondsverwaltung! Die erheblichen Risiken müssen die KGAL-Anleger tragen!

Es bleibt dabei: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken (u.a. Dresdner Bank bzw. Commerzbank) vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die KGAL-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage (u.a. Wechselkursrisiken und das Risiko der Loan-to-Value-Klausel) aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger der KGAL, Seaclass 11, MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG tun? Sind die Anleger nicht anleger- und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.


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