KGAL PropertyClass Österreich 6

KGAL PropertyClass Österreich 6 – Unternehmerische Beteiligung mit Risiko! – Exit möglich?

Durch das Emissionshaus KGAL (KGAL GmbH & Co. KG) aus Grünwald wurden diverse geschlossene Fonds mit einem Milliardenvolumen aufgelegt. Tausende von Anlegern investierten ihr Geld in Immobilienfonds, Flugzeugfonds, Schiffsfonds und Infrastrukturfonds der KGAL.

So auch in den Fonds KALAK Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, der in Leistungsbilanzen auch gern vollmundig KGAL PropertyClass Österreich 6 genannt wurde.

Seinerzeit wurde die KALAK Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH als Komplementärin und die TERTIA ZWEITE Beteiligungstreuhand GmbH als Treuhandkommanditistin bestellt.

Die über 1.000 Anleger konnten sich unmittelbar oder über einen Treuhandkommanditisten mit einer Mindestsumme von 10.000 € an dem Immobilienfonds beteiligen. Das Investitionsvolumen beträgt knapp 43.000.000 €, wovon ca. 20.000.000 € als Eigenkapital aufgebracht wurden.

Das prospektierte Ziel der Fondsgesellschaft ist die Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

Das Beteiligungsangebot besteht aus einem Fondsobjekt im Dritten Wiener Gemeindebezirk in Österreich, das an die PwC GmbH vermietet wurde. Die Fondsgesellschaft ist nicht die direkte Eigentümerin des Objekts, sondern bedient dabei sich einer Objektgesellschaft.

Bis zum Jahre 2011 wurden von der KGAL noch Leistungsbilanzen veröffentlicht, in denen die Anleger sich informieren konnten. Dies war später leider nicht mehr der Fall und auch der Jahresabschluss 2014 lässt auf sich warten.

Die Immobilienfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

So wundert es den Fachmann dann auch nicht mehr, dass die Gesellschafter des Emissionshauses KGAL, die Bayerische Landesbank, Commerzbank (frühere Gesellschafterin Dresdner Bank), HASPA Finanzholding und Sal. Oppenheim knapp 90% ihrer Anteile an der KGAL Gruppe verkauft haben. Dies ist ein Abschied auf Raten und sollte den Kunden zu denken geben.

Was können nun die Anleger des KALAK Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG (KGAL PropertyClass Österreich 6) tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.