KGAL Infrastrukturfonds

KGAL Infrastrukturfonds – Fondsklasse mit Risiko! – Kritische Bewertung!

Durch das Emissionshaus KGAL (KGAL GmbH & Co. KG) aus Grünwald wurden diverse geschlossene Fonds mit einem Milliardenvolumen aufgelegt. Tausende von Anlegern investierten ihr Geld in Immobilienfonds, Flugzeugfonds, Schiffsfonds und Infrastrukturfonds der KGAL.

Eine besondere Anlageklasse bildeten dabei auch sog. Infrastrukturfonds der KGAL. Bei den Infrastrukturfonds findet man diverse Fondskonstruktionen. So werden Solarparks betrieben oder in die Entwicklung von Photovoltaikanlagen investiert. Ebenso findet man aber auch Konstruktionen, bei denen Anlegergelder in Zertifikate investiert werden. Hier wird auf die Entwicklung von Zielfonds spekuliert, ohne sich selbst an dem Zielfonds zu beteiligen.

So wurden u. a. folgende KGAL Infrastrukturfonds aufgelegt:

    KGAL, LADIT KG (BA 172) - LADIT Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG
    KGAL, EnergyClass 2 (BA 194) - JAMUR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG
    KGAL, InfraClass Europa 1 (BA 202) - European Infrastructure GmbH & Co. Nr. 1 KG
    KGAL, InfraClass Energie 3 (BA 201) - La Solana Solar 1 – 60 S.L., Spanien
    KGAL, InfraClass Energie 4 (BA 223) - Infra Class Energie 4 GmbH & Co. KG
    KGAL, InfraClass Energie 5 (BA 230) - Infra Class Energie 5 GmbH & Co. KG
    KGAL, InfraClass Energie 7 (BA 233) - Infra Class Energie 7 GmbH & Co. KG

Ein Infrastrukturfonds ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Der Anleger unterliegt dabei, bei der Kapitalanlage in einen Infrastrukturfonds, je nach Fondskonstruktion (z. B. Zertifikatsmodellen), einem Blind-Pool-Risiko, da er vorab nicht weiß, in welche Unternehmen investiert wird und ist auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielfonds abhängig.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Infrastrukturfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und sollten von vornherein gar nicht empfohlen werden.

Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

So wundert es den Fachmann dann auch nicht mehr, dass die Gesellschafter des Emissionshauses KGAL, die Bayerische Landesbank, Commerzbank (frühere Gesellschafterin Dresdner Bank), HASPA Finanzholding und Sal. Oppenheim knapp 90% ihrer Anteile an der KGAL Gruppe verkauft haben. Dies ist ein Abschied auf Raten und sollte den Kunden zu denken geben.

Was können nun die Anleger von KGAL Infrastrukturfonds tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.