KGAL, Fondsklasse Private Equity Fonds

KGAL Private Equity Fonds – Fondsklasse mit Risiko! – Kritische Bewertung!

Durch das Emissionshaus KGAL (KGAL GmbH & Co. KG) aus Grünwald wurden diverse geschlossene Fonds mit einem Milliardenvolumen aufgelegt. Tausende von Anlegern investierten ihr Geld in Immobilienfonds, Flugzeugfonds, Schiffsfonds und Infrastrukturfonds der KGAL.

Eine besondere Anlageklasse bildeten dabei auch sog. Private Equity Fonds der KGAL. Bei den Private Equity Fonds handelt es sich um die Finanzierung von nicht börsennotierten Unternehmen mit Eigenkapital, indem das Geld der Anleger über einen Dachfonds in diverse Zielfonds investiert wird.

So wurden folgende KGAL Private Equity Fonds aufgelegt:

    KGAL, Private Equity Europa Plus Nr. 1 KG (BA 157) - Private Equity Europa Plus GmbH & Co. Nr. 1 KG
    KGAL, Private Equity Europa Plus Nr. 2 KG (BA 158) - Private Equity Europa Plus GmbH & Co. Nr. 2 KG
    KGAL, Private Equity Europa Plus Global Nr. 3 KG (BA 169) - Private Equity Europa Plus Global GmbH & Co. Nr. 3 KG
    KGAL, Private Equity Europa Plus Global Nr. 4 KG (BA 177) - Private Equity Europa Plus Global GmbH & Co. Nr. 4 KG
    KGAL, PrivateEquityClass 5 (BA 186) - Natural Resources & Energy GmbH & Co. Nr. 1 KG
    KGAL, PrivateEquityClass 6 (BA 191) - Private Equity Europa Plus Global GmbH & Co. Nr. 6 KG
    KGAL, PrivateEquityClass 7 (BA 195) - Natural Resources & Energy GmbH & Co. Nr. 2 KG
    KGAL, PrivateEquity Sinfonia (BA 196) - Private Equity Sinfonia GmbH & Co. KG
    KGAL, PrivateEquityClass 10 (BA 213) - Private Equity Class 10 GmbH & Co. KG

Ein Private Equity Fonds ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Der Anleger unterliegt dabei bei der Kapitalanlage in einen Private Equity Fonds einem Blind-Pool-Risiko, da er vorab nicht weiß, in welche Unternehmen investiert wird und ist auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielunternehmen abhängig.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Private Equity Fonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und sollten von vornherein gar nicht empfohlen werden.

Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

So wundert es den Fachmann dann auch nicht mehr, dass die Gesellschafter des Emissionshauses KGAL, die Bayerische Landesbank, Commerzbank (frühere Gesellschafterin Dresdner Bank), HASPA Finanzholding und Sal. Oppenheim knapp 90% ihrer Anteile an der KGAL Gruppe verkauft haben. Dies ist ein Abschied auf Raten und sollte den Kunden zu denken geben.

Was können nun die Anleger von KGAL Private Equity Fonds tun? Die Anlageberater hatten die Pflicht, die Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten. Die Anlageberater hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Eignung von unternehmerischen Beteiligungen zur Altersvorsorge aufklären müssen. Vielfach wurden die Anleger nicht über die enormen Risiken aufgeklärt. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.