EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG (BalancedPortfolio UnitedKingdom) – Millionenschwere Wertverluste!

Urteile zu Schadensersatz und Rückabwicklung bei IVG Fonds!

 

Die IVG Immobilien AG zählte zu den großen Immobiliengesellschaften in Europa und konzentrierte sich auf Büroimmobilien in europäischen Metropolen. Durch das Emissionshaus IVG Immobilien AG wurden über die Tochtergesellschaft IVG Private Funds GmbH aus Bonn diverse Immobilienfonds aufgelegt. Folgt man der Leistungsbilanz, handelt es sich um 28 Fonds, 62.900 Anleger und 3,5 Milliarden Euro.

Leider hat sich der Konzern mit diversen Großprojekten übernommen und Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurde die Fondsverwaltung von der Deutsche Fonds Holding AG (DFH) übernommen. Gibt es bereits Erfahrungen und wie sieht die Bewertung der Fondsgeschäftsführung aus? Ob die DFH die Probleme besser im Griff hat, wird dieZukunft zeigen.

Bereits der zuletzt veröffentlichten IVG-EuroSelect Leistungsbilanz mussten die Anleger entnehmen, dass bei diversen IVG EuroSelect Fonds erhebliche Probleme existieren. So gibt es bei verschiedenen Fonds keine Ausschüttungen.

Wie sieht es bei der IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG (BalancedPortfolio UnitedKingdom), nunmehr EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG aus?

Der Dachfonds IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG (BalancedPortfolio UnitedKingdom) wurde im 2006 platziert. Der Dachfonds beteiligte sich an 3 institutionellen Zielfonds.

Diese Zielfonds waren:

 

·         UBS Central London Office Value Added Fund (CLOVA)

·         AXA/IVG Greater London Fund (GLF)

·         CBRE Lionbrook Property Fund (LPF)

 

Der Investitionsgegenstand der Zielfonds sind Immobilienobjekte in Großbritannien. Insbesondere Objekte in und um London gehören zum Immobilienportfolio. Die Investmentstrategien der Zielfonds weisen ein unterschiedliches Risikoprofil auf. Beispielsweise sollten Immobilienobjekte, die niedrig bewertet wurden, aber gleichwohl über Entwicklungspotential verfügen, durch Modernisierungsmaßnahmen aufgewertet und anschließend weiterverkauft werden. Dies wird dann als chancenorientiertes, sprich risikoreiches Investment angepriesen. Das Ganze wurde dann u.a. noch mit den schönen Begriffen „Core“, „Core Plus“ und „Value-Added“ beschrieben. Alles klar?

Was ist nun aus den Versprechungen geworden? Welche Erfahrungen haben die IVG-Anleger gemacht?

Bereits in früheren Leistungsbilanzen musste vermeldet werden, dass sich die Zielfonds nicht der Wirtschafts- und Finanzkrise entziehen konnten. In der Folge sahen sich die Anleger mit teilweise erheblichen Wertverlusten innerhalb des Immobilienportfolios der Zielfonds konfrontiert. So wird auf der PFM-Website nunmehr konstatiert: „Aus heutiger Sicht gehen wir weiterhin davon aus, dass die bisherigen Wertverluste nur teilweise wieder aufgeholt werden können.“

Wie mag es jetzt aussehen? Schaut man sich die letzte verfügbare Bilanz des Jahres 2014 der EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG (BalancedPortfolio UnitedKingdom) an, so finden sich weitere Hiobsbotschaften. Bereits für die Jahre 2007 und 2008 mussten außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. GBP 70.038.111,31 vorgenommen werden. Dies konnte in den Folgejahren nicht ausgeglichen werden. Schlimmer noch: Beim Zielfonds AXA/IVG Greater London Fund (GLF) kam es zum Totalverlust. Die Bank verfügte eine Zwangsverwaltung und eine Verwertung der Fondsimmobilien. Mithin musste eine Abschreibung auf einen Erinnerungswert von GBP 1,00 vorgenommen werden. Wir erinnern uns, allein dieser Zielfonds wurde mit über GBP 30 Millionen in der Bilanz ausgewiesen. Das Wort „chancenorientiert“ muss für IVG-Anleger nur wie Hohn klingen.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Anlegern zu denken geben. Wie mag das Geschäftsjahr 2015 gelaufen sein? Wie soll man dies bewerten?

Nunmehr wird klar: Die Immobiliendachfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Immobilienfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die IVG EuroSelect Fonds Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich, denn u.a. die Commerzbank sieht sich mit einer Vielzahl von Klagen von unzufriedenen IVG EuroSelectFonds Anlegern konfrontiert.

So hat sich das Urteil des Landgerichts Köln mit der fehlenden Aufklärung über Rückvergütungen beschäftigt. Der Dresdner Bank-Berater hat nicht über Tatsache von Kick-Back-Zahlungen aufgeklärt. Dabei wurde die Commerzbank, die die Dresdner Bank später übernommen hat, auch schon zu Schadensersatz und Rückabwicklung der Fondsbeteiligung verurteilt.

Auch das LG Wuppertal urteilte in der gleichen Art. Das Landgericht Hannover wiederrum verurteilte eine andere Bank zur Rückabwicklung, deren Berufung später vom Oberlandesgericht Celle zurückgewiesen wurde. Die Bank muss darüber aufklären, dass sie selbst Rückvergütungen erhalten hat, urteilte das OLG Celle.

Diese Urteile können auch anderen EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG Anlegern helfen.

 

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus.