IFK Sachwertfonds

IFK Sachwertfonds: Verbraucherrechte als Risiko! – Was für eine fragwürdige Bewertung?

Obwohl die SHB-Fonds in der Krise sind, gehen die Geschäfte der AFD munter weiter! Der AFD Allgemeiner Finanzdienst bzw. ihre Tochtergesellschaft, die IV Innovative Vertriebskonzepte Aktiengesellschaft (IVAG) vermitteln nunmehr die IFK Sachwertfonds.

Dabei finden sich folgende Fonds bzw. Firmen:

    IFK Sachwertfonds Deutschland Nr. 1 Beteiligungs GmbH & Co. KG
    IFK Sachwertfonds Deutschland Nr. 1 Objekt GmbH & Co. KG
    IFK Sachwertfonds Deutschland Nr. 2 Beteiligungs GmbH & Co. KG
    IFK Sachwertfonds Deutschland Nr. 2 Objekt GmbH & Co. KG
    IFK Sachwerte 3 Beteiligungs GmbH & Co. KG
    IFK Sachwerte 3 Objekt GmbH & Co. KG


So werden beispielhaft beim IFK Sachwerte 3 Fonds auch wieder eine Vielzahl von Beteiligungsvarianten angeboten:

    Variante 1Ertrag V1Max
    Variante 2 Wachstum V2 Pro
    Variante 3 Ansparplan V3 Plus
    Variante 4 Ansparplan V 4
    Stille Beteiligung Kurzläufer Classic 3
    Stille Beteiligung Kurzläufer Classic 6
    Stille Beteiligung Entnahmeplan Classic


Es wird damit geworben, dass bei der „IFK-Serie“ sich schon 11.500 Anleger mit über 200 Millionen Kapital beteiligt hätten.

In den Prospekten findet sich eine Vielzahl von Risiken. Exemplarisch seien einige aus dem Prospekt der IFK Sachwerte 3 Beteiligungs GmbH & Co. KG aufgeführt:

    Prognosegefährdende Risiken
    Anlagegefährdende Risiken
    Anlegergefährdende Risiken
    Immobilieninvestitionen/Blind Pool
    Unternehmerische Risiken
    Baumängel
    Sachmängel
    Bonitätsrisiko usw. usw. …

Laut Prospekt besteht die Möglichkeit des Verlustes der gesamten Anlage und des Agios. Das ganze Geld ist dann weg!

Besonders bezeichnend ist, dass sogar Verbraucherrechte als Risiko eingestuft werden. Dies gilt insbesondere für die sehr wichtigen Widerrufsrechte des Verbrauchers. Verbraucherrechte sind ein Risiko für die Fondsinitiatoren, aber nie für die Anleger, die die Rückabwicklung ihrer Beteiligung anstreben. Die Anleger stellen sich häufig die Frage: Bin ich falsch beraten worden? Kann ich kündigen?

Bei dem AFD mussten Anleger die schlechte Erfahrung machen, nicht anleger- und anlagegerecht beraten worden zu sein. Sie verklagten deshalb erfolgreich den AFD und erhielten auch ihr Recht.

Durch das Landgericht München wurde festgestellt, dass die Kläger einen Anspruch auf Schadenersatz wegen Verletzung von Aufklärungspflichten aus einem Beratungsvertrag gemäß §§ 280 Abs. 1, 311 BGB haben.

Der beklagte AFD hatte die Pflicht, die klagenden Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten.

Eine anlegergerechte Beratung durch die AFD fand nicht statt. Die Kläger wollten eine sichere Anlage zum Vermögensaufbau zeichnen und ihr Geld nicht einem Totalverlustrisiko aussetzen. Stattdessen wurden sichere Geldanlagen gekündigt und in die unsicheren Fondsbeteiligungen der SHB umgeschichtet.

Ebenso war die Beratung nicht anlagegerecht. Der Berater der AFD hätten über das bestehende Totalverlustrisiko und das Risiko der Nachschusspflicht aufklären müssen.

Auch die Behauptung des AFD, man hätte einen Prospekt überreicht, konnte das Gericht nicht überzeugen. Selbst wenn der Prospekt rechtzeitig ausgehändigt worden wäre, ist dies kein Freibrief für Vermittler, Risiken abweichend darzustellen und mit ihren Erläuterungen, die Hinweise im Prospekt zu entwerten.

Auch im vorliegenden Fall hat der AFD-Berater die Anlage als sicher dargestellt und damit eine Pflichtverletzung begangen. Nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB muss der Beklagte darlegen und beweisen, dass sie die genannten Pflichtverletzungen nicht zu vertreten hat. Dies ist dem AFD nicht gelungen.

Die Kläger konnten von der Beklagten verlangen, so gestellt zu werden, als hätten sie die Anlageentscheidung nicht getroffen. Die Kläger haben ein Recht auf die Rückabwicklung der Beteiligungen, Zug um Zug gegen Rückübertragung der Beteiligungen.

Die Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.

P.S.: Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.