Hansa Treuhand- HT Twinfonds

 

Hansa Treuhand HT Twinfonds – Twinfonds-Anleger in Seenot! – Rettung noch möglich?

„Hansa Treuhand gibt auf!“ lautete eine Schlagzeile zum Abschied des Emissionshauses Hansa Treuhand aus dem Fondsgeschäft. Es werden keine neuen Fondsbeteiligungen mehr aufgelegt, da der Markt seit einigen Jahren keine Platzierung von Fonds im Schiffsfondsmarkt mehr zulasse. Aufgrund der Marktsituation werde sich die Hansa Treuhand-Flotte durch Verkäufe halbieren. So weit, so schlecht! Und was bedeutet dies für Hansa Treuhand-Anleger?

Schauen wir uns jetzt doch einmal den HT Twinfonds genauer an. Im Jahre 2008 wurde durch die HANSA TREUHAND Schiffsbeteiligungs GmbH & Co. KG der HT Twinfonds aufgelegt. Die HT Twinfonds-Anleger konnten sich direkt an zwei Zielgesellschaften mit einer Beteiligungsquote von jeweils 50 % der Zeichnungssumme beteiligen:

•    Schiffahrts-Gesellschaft "HS BACH" mbH & Co. KG
•    Schiffahrts-Gesellschaft "HS BIZET" mbH & Co. KG

Dabei handelte es sich bei der "HS BACH" und der "HS BIZET" um Vollcontainerschiffe.

Dabei wurden bei den HT Twinfonds-Anlegern über 41,4 Millionen Euro eingeworben.

Leider hat sich der HT Twinfonds überhaupt nicht nach den Erwartungen der Hansa Treuhand-Anleger entwickelt. Die HT Twinfonds-Anleger erhielten immer wieder Hiobsbotschaften und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Schiffsfondsinvestoren teilen.

Bereits 2013 sollten die Fondsschiffe verkauft werden, was von den HT Twinfonds-Anlegern  nachvollziehbarerweise abgelehnt wurde. Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft wurden bereits gewährte Ausschüttungen in Millionenhöhe wieder zurückgefordert. Die Ausschüttungen erfolgten, ohne dass entsprechende handelsrechtliche Gewinne erwirtschaftet wurden.

Ihren Verpflichtungen gegenüber der Bank ist die Fondsgesellschaft nur schleppend nachgekommen, so mussten Quartalstilgungen gestundet werden, was dann zur Rückforderung der Ausschüttungen führte. Für 2015 wurde geplant, die Jahrestilgung ganz auszusetzen.

Die Fondsgeschäftsführung musste auch mit der finanzierenden Bank über ein Sanierungskonzept verhandeln, was durch die Bausteine „Sanieren oder Ausscheiden“ und „Neukapital mit Rang unter 100 %“ die Fortführung der Fondsgesellschaft sicherstellen sollte.

Aber auch dies reichte nicht aus, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen! Geht der HT Twinfonds vollständig unter und wie können sich die HT Twinfonds-Anleger noch retten?

Demzufolge befinden sich die HT Twinfonds-Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Hansa Treuhand-Anlegern zu denken geben. Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die HT-Anleger kommen?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Hansa Treuhand-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des HT Twinfonds tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück. Die HT Twinfonds-Anleger sollten schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!


PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!