Hansa Treuhand- HT Flottenfonds V

Hansa Treuhand HT Flottenfonds V – Flottenfonds-Anleger in Seenot! – Rettung noch möglich?

 

Hansa Treuhand gibt auf!“ lautete eine Schlagzeile zum Abschied des Emissionshauses Hansa Treuhand aus dem Fondsgeschäft. Es werden keine neuen Fondsbeteiligungen mehr aufgelegt, da der Markt seit einigen Jahren keine Platzierung von Fonds im Schiffsfondsmarkt mehr zulasse. Aufgrund der Marktsituation werde sich die Hansa Treuhand-Flotte durch Verkäufe halbieren. So weit, so schlecht! Und was bedeutet dies für Hansa Treuhand-Anleger?

Schauen wir uns jetzt doch einmal den HT Flottenfonds V genauer an. Im Jahre 2007 wurde durch die HANSA TREUHAND Schiffsbeteiligungs GmbH & Co. KG der HT Flottenfonds V aufgelegt. Die HT-Anleger konnten sich direkt an drei Zielgesellschaften beteiligen:

 

·         Schiffahrts-Gesellschaft "HS ELEKTRA" mbH & Co. KG

·         Schiffahrts-Gesellschaft "HS BERLIOZ" mbH & Co. KG

·         Schiffahrts-Gesellschaft "HS SCOTT" mbH & Co. KG

Dabei handelte es sich bei der MT „HS ELEKTRA“ um einen AFRAmaxtanker und bei dem MS „HS BERLIOZ“ und dem MS „HS SCOTT“ um Vollcontainerschiffe.

Dabei wurden bei den HT Flottenfonds V-Anlegern über 69 Millionen Euro eingeworben.

Leider hat sich der HT Flottenfonds V überhaupt nicht nach den Erwartungen der Hansa Treuhand-Anleger entwickelt. Die HT-Anleger erhielten immer wieder Hiobsbotschaften und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Schiffsfondsinvestoren teilen.

Zur Aufrechterhaltung der Liquidität wurde ein Betriebsfortführungskonzept beschlossen, bei dem zusätzliches Kapital eingeworben werden musste. Für den MT „HS ELEKTRA“ mussten gar Ausschüttungen in Millionenhöhe zurückgefordert werden. Aber auch dies reichte nicht aus, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen, so dass im Jahre 2013 der MT „HS ELEKTRA“ verkauft werden musste. Gleichwohl hatten sich die HT Flottenfonds V-Gesellschafter gegen den Verkauf der MS „HS BERLIOZ“ entschieden. Aber es kam noch schlechter!

Die Beteiligungsgesellschaft Schiffahrts-Gesellschaft "HS SCOTT" mbH & Co. KG musste 2014 gar Insolvenz anmelden. So wird beim Amtsgericht Hamburg unter dem Aktenzeichen 67g IN 149/14 das Insolvenzverfahren geführt und Insolvenzverwalter Dr. Olaf Büchler hat das Kommando übernommen.

Aber selbst hier ist die Leidensgeschichte der HT Flottenfonds V-Anleger noch nicht zu Ende. Nur ein einziges klägliches Schiff ist vom „stolzen“ Flottenfonds V noch übriggeblieben. Und hier ist der Weiterbetrieb des MS „HS BERLIOZ“ nur möglich, wenn die Bank einer Sanierungsmaßnahme zustimmt. Über drei Jahre konnte das Darlehen nicht getilgt werden und der Wert des Schiffes hat sich drastisch verringert. Wie soll das noch weitergehen? Geht der Flottenfonds vollständig unter und wie können sich die HT Flottenfonds V-Anleger noch retten?

Demzufolge befinden sich die HT Flottenfonds V-Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den Hansa Treuhand-Anlegern zu denken geben. Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die HT-Anleger kommen?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die Hansa Treuhand-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des HT Flottenfonds V tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Da auch beim HT Flottenfonds V nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!