HCI Shipping Select XXIV

Prospektierte Ziele verfehlt! – Ausstiegsmöglichkeiten für HCI-Anleger!

 

Wie geht es weiter mit der HCI Shipping Select XXIV? Die Ausschüttungen, die prognostiziert wurden, sind ausgeblieben. Die HCI-Anleger werden immer wieder mit Schiffsfonds-Insolvenzen konfrontiert und machen sich berechtigterweise große Sorgen um ihre eigene Kapitalanlage.

Welche Möglichkeiten zum Fondsausstieg haben HCI-Anleger? Droht die Verjährung der Ansprüche im Jahre 2017? Man kann gut verstehen, wenn sich HCI-Anleger immer wieder diese Fragen stellen.

Schauen wir uns jetzt doch einmal den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXIV genauer an. Im Jahre 2007 wurde durch die HCI Capital AG (nunmehr firmierend Ernst Russ AG) der HCI Shipping Select XXIV aufgelegt. Die HCI-Anleger konnten sich direkt an vier Zielgesellschaften beteiligen:

 

  • Köpping Reedereigesellschaft MS "Lantau Bay" mbH & Co. KG
  • Köpping Reedereigesellschaft MS "Lantau Beach" mbH & Co. KG
  • Köpping Reedereigesellschaft MS "Lantau Breeze" mbH & Co. KG
  • Köpping Reedereigesellschaft MS "Lantau Bridge" mbH & Co. KG

 

Dabei handelte es sich bei der MS "Lantau Bay", der MS "Lantau Beach", der MS "Lantau Breeze" und der MS "Lantau Bridge" um vier baugleiche Containerschiffe (1.049 TEU).

Rund 29 Millionen Euro Eigenkapital wurden von HCI-Anlegern eingeworben, die sich ab einer Mindestsumme von 10.000 Euro an dem Dachfonds HCI Shipping Select XXIV beteiligen konnten. Daneben wurden auch noch ca. 60 Millionen Euro Fremdkapital aufgenommen, um den HCI Shipping Select XXIV zu finanzieren.

Leider hat sich der HCI Shipping Select XXIV überhaupt nicht nach den Erwartungen der HCI-Anleger entwickelt. So wurden die versprochenen Ausschüttungen nicht prospektgemäß geleistet und die HCI-Anleger schwer enttäuscht. Die HCI-Anleger erhielten immer wieder Hiobsbotschaften und mussten die schlechten Erfahrungen anderer Schiffsfondsinvestoren teilen.

Zugleich sahen sich die HCI-Anleger mit erheblichen Währungsrisiken konfrontiert, da im Rahmen einer Zinsermäßigungsstrategie Schiffhypotheken in japanischen Yen (JPY) bzw. Schweizer Franken (CHF) finanziert wurden. Später musste eingestanden werden, dass durch die Rekonvertierung der Kredittranchen in JPY und in CHF Kursverluste in Millionenhöhe entstanden sind.

Desgleichen konnten die Schiffshypotheken nicht vertragsgemäß bedient werden. So mussten Tilgungen der Darlehen ausgesetzt und von der finanzierenden Bank gestundet werden. Mithin sollten Ausschüttungen an die Fondsgesellschafter nur geleistet werden, wenn die gestundeten Tilgungsraten und die Zinszahlung realisiert werden können.

Ebenso geben die aktuellen Bilanzen der MS "Lantau Bay", der MS "Lantau Beach", der MS "Lantau Breeze" und der MS "Lantau Bridge" Grund zur Sorge, da die Kreditverbindlichkeiten den Wert der Schiffe offenkundig übersteigen und mithin die Schiffe de facto der Bank gehören. Wie soll das noch weitergehen? Können sich die HCI-Anleger noch retten?

Demzufolge befinden sich die HCI-Anleger in einer bedrohlichen Situation und müssen feststellen, dass sich die Risiken ihrer unternehmerischen Beteiligung verwirklichen, obwohl ihnen der Schiffsfonds oftmals als sichere Anlage empfohlen wurde.

Dies ist wahrlich eine erschreckende Erkenntnis und sollte den HCI-Anlegern zu denken geben. Wie soll man dies bewerten? Zu welchem Urteil werden die HCI-Anleger kommen?

Nunmehr wird klar: Die Schiffsfondsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen.

Die Anteile des Fonds wurden u.a. durch Banken vertrieben, die dafür Provisionen erhalten haben. Folgt man der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (sog. Kick-Back-Rechtsprechung) muss die Bank, wenn sie den Kunden nach den Kriterien der anleger-und objektgerechten Beratung beraten will, über Höhe ihrer Rückvergütung aufklären, die sie von der Fondsgesellschaft erhält. Der Anleger ist erst dann in der Lage, Interessenkonflikte der Bank zu erkennen.

Ungewiss ist auch, ob die Anlageberater die HCI-Anleger ordnungsgemäß über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt und den Prospekt übergeben haben. Ob dies in der Vergangenheit geschehen ist, ist sehr fraglich und im Einzelfall zu prüfen.

Was können nun die Anleger des HCI Shipping Select XXIV tun? Sind die Anleger nicht anleger-und objektgerecht beraten worden, so haben sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anspruch auf Schadenersatz. Nach Rückübertragung ihres Fondsanteils erhalten die Anleger ihre geleisteten Einzahlungen zurück.

Hierbei können HCI-Anlegern auch wichtige Urteile zu Schiffsfondsbeteiligungen helfen. So wurde vom Landgericht Itzehoe zuletzt in einem Urteil festgestellt, dass der Anlegerberater in Bezug auf die Fondsbeteiligung an der HCI Shipping Select XXIV seine Beratungspflichten verletzt hat und mithin die Bank zur Rückabwicklung der Fondsbeteiligung verurteilt wurde. Das ist ein Urteil, das HCI-Anlegern Mut machen sollte!

Da auch beim HCI Shipping Select XXIV nach 10 Jahren die absolute Verjährung der Ansprüche droht und die Frist auf den Tag genau berechnet (Fondsbeitritt) wird, sollten Anleger schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen!

 

PS: Um Rechtssicherheit zu erhalten, bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist, in Erfüllung unserer satzungsgemäßen Aufgaben, kostenlos. Sie erfahren, ob Sie Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie bitte den Fragebogen aus. Sie erhalten damit eine Entscheidungsgrundlage!